Berlin. Studierende können ab 8. Mai bei der staatlichen Förderbank KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) ein zunächst zinsfreies Darlehen von bis zu 650 Euro pro Monat beantragen. Darauf hat die CSU-Bundestagsabgeordnete Dr. Silke Launert (Bayreuth/Forchheim) hingewiesen. Zudem bleiben laufende KfW-Studienkredite als auch neue Anträge für inländische Studierende bis Ende März kommenden Jahres zinslos.
Notwendig seien für einen Antrag lediglich die Immatrikulationsbescheinigung, die Angabe der Kontoverbindung und ein Identitätsnachweis. Launert wies darauf hin, dass keine Bedürfnisprüfung stattfinde und dass der Beginn der Rückzahlung erst nach einer Karenzphase von 18 bis 23 Monaten erfolgen soll.
Wer sich in einer besonders akuten Notlage befindet und auf keine anderweitige Hilfe zurückgreifen kann, könne bei seinem örtlichen Studentenwerk außerdem einen Zuschuss beantragen, so Launert. Damit stünden Studierenden bewährte Instrumente als Überbrückungshilfe bereit, mit denen Betroffene schnell geholfen werden könne.
Die Corona-Pandemie stellt viele Studierende vor finanzielle Herausforderungen. Zwei Drittel der Studierenden arbeiten neben dem Studium. Viele von ihnen haben ihre Jobs infolge der aktuellen Corona-Pandemie verloren. Das stellt viele vor finanzielle Engpässe. Betroffen sind aktuell aber auch Studierende, die nicht BAföG-förderfähig sind und keine anderen Einkünfte, wie zum Beispiel ein Stipendium oder eine Förderung als Erasmus-Studierende erhalten. Wenn ihr Erwerbseinkommen wegbricht, stehen sie aktuell häufig vor finanziellen Problemen. Nicht alle betroffenen Studierenden können ihre bisherigen Einkünfte kurzfristig durch anderweitige Arbeitsgelegenheiten ausgleichen.
Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Antragsstellung gibt es auf der Homepage der KfW unter www.kfw.de.

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