Berlin. Auch Busunternehmer sollen staatliche Hilfen erhalten. Dafür werden in den geplanten Nachtragshaushalt 170 Millionen Euro eingestellt. Das hat Verkehrsminister Andreas Scheuer bei einer Demonstration von Busunternehmern in Berlin angekündigt.
Die Branche benötige dringend Unterstützung, denn sie sei von der Corona-Krise besonders hart getroffen worden, sagte Dr. Silke Launert, die bei dem Aktionstag zwischen Reichstag und Brandenburger Tor ebenfalls vor Ort war und zahlreiche Gespräche mit Busunternehmern und Busfahrern aus ihrem Wahlkreis führen konnte.
„In den letzten Wochen ist ihr Werkzeug, der Bus, stillgestanden“, so Minister Scheuer bei der Kundgebung. Er sprach von einem starken Signal für die Branche, die gezwungen war, ihre Busse seit Mitte März auf den Höfen stehen zu lassen.
Mit der Sternfahrt von rund 1000 Reisebussen machte die Branche im Berliner Regierungsviertel auf ihre Lage aufmerksam. Wegen der Kontakt- und Reisebeschränkungen stecken viele Reisebusbetriebe in der Krise.
Launert erinnerte auch daran, dass das Bayerische Kabinettssitzung erst am Dienstag wichtige Beschlüsse für die Busunternehmen gefasst hatte. So sollen für den Betrieb von Reisebusunternehmen künftig dieselben Regelungen gelten, wie sie auch für den Öffentlichen Personennah- und -fernverkehr gelten. Das Wirtschafts- und das Verkehrsministerium werden in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium dementsprechend das geltende Rahmenkonzept für touristische Dienstleister in Bayern anpassen.

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