Berlin / Bayreuth. Die Zukunft der Festspiele ist gesichert. Für die Sanierung des Festspielhauses zahlt der Bund in den nächsten Jahren 84,7 Millionen Euro. Das hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages in seiner Bereinigungssitzung am Donnerstag beschlossen.

Bundestagsabgeordnete Dr. Silke Launert freut sich. Seit Jahren setzt sie sich dafür ein, dass Bund und Länder je die Hälfte der Sanierungskosten übernehmen und die Finanzierung der Sanierung nicht ins Stocken gerät. „Heute ist ein großer Durchbruch gelungen.“ Der Beschluss gebe der Stadt Planungssicherheit und entlaste sie enorm.

In den kommenden Jahren stehen umfangreiche Renovierungsarbeiten im Festspielhaus an – vor allem im Innenbereich. „Die Sanierungsarbeiten sind vor allem auch deshalb dringend notwendig, um den aktuellen sicherheitsrechtlichen Anforderungen zu entsprechen und die völlig veraltete Technik auf einen modernen Stand zu bringen“, sagt Launert.

Insgesamt wurden dafür 84,7 Millionen Euro in den Haushalt eingestellt: 1,5 Millionen im Jahr 2021 und 83,2 Millionen in den Jahren 2022 bis 2027.

Maßgeblich mitverantwortlich für diesen Durchbruch ist Patricia Lips, Mitglied im Haushaltsausschuss. Im Sommer hatte Launert die Bundestagsabgeordnete nach Bayreuth eingeladen und sie davon überzeugt, die Gelder für die Sanierung in den Haushalt einzustellen. Sie habe die Dringlichkeit gesehen, sagt Launert. „Ich bin Patricia Lips sehr dankbar, dass sie sich im Haushaltsausschuss dafür stark gemacht hat.“

Dass es so schwer werde, habe Launert nicht gedacht. Jahrelang blieb sie dran und hackte immer wieder nach – „für etwas, dass selbstverständlich sein sollte“. „Die Festspiele sind ein Kulturgut, das wir erhalten müssen. Das Festspielhaus ist ein Aushängeschild für Bayreuth. Dafür, dass das so bleibt, haben wir heute die Weichen gestellt“, sagt Launert.

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