Seit Corona trifft Home Office viele überraschend und monatelang! Gerade Familien stehen unter großer zusätzlicher Belastung wegen zeitgleicher Arbeit und Kinderbetreuung. Jedoch erfüllen nur wenige Steuerpflichtige die Kriterien für die steuerliche Absetzbarkeit des Arbeitsplatzes zuhause. Hierzu erklärt die Bayreuther Bundestagsabge-ordnete und Obfrau der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Dr. Silke Launert, MdB:

„Die Corona-Krise hat die klassische Büroarbeit verändert. Viele Unter-nehmen ermöglichen ihren Mitarbeitern Home-Office. Aber nicht jeder kann ein separates Arbeitszimmer nutzen. Vor allem diejenigen, die beengte Wohnverhältnisse bzw. kein Arbeitszimmer haben und den Küchentisch oder Esstisch nutzen müssen, haben jedoch erheblich mehr Aufwand. Diese Doppelbelastung in den eigenen vier Wänden sollte für alle anerkannt werden.

Es wird daher Zeit auch im Steuerrecht auf die neuen Arbeitsformen einzugehen! Eine Homeoffice-Pauschale von 600 Euro halte ich für sinn-voll und zwar losgelöst von den strengen aktuellen Regelungen. Ich bin fest davon überzeugt, dass verstärktes Homeoffice unser Arbeitsleben auch in der Zukunft prägen wird. Daher braucht es auch bürokratiearme und praktikable Lösungen im Steuerrecht!“

Hintergrund:
Das Home Office ist für Arbeitnehmer nur unter strengen Vorausset-zungen absetzbar. Bislang sind steuerliche Erleichterungen nur möglich, wenn man zu Hause ein eigenes Arbeitszimmer hat. Eine Arbeitsecke im Wohnzimmer wird hingegen von den Finanzämtern nicht anerkannt. Auch wer theoretisch die Möglichkeit hat im Unternehmen vor Ort zu arbeiten, erfüllt die strengen steuerrechtlichen Anforderungen für die steuerrechtliche Absetzbarkeit eines Arbeitszimmers nicht.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag