„Es ist mir eine ausgesprochene Ehre, die Berufung in die Kammer für Migration und Integration des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) anzunehmen. Ich habe dem Vorsitzenden des Rates der EKD Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm meine Bereitschaft mitgeteilt, an dieser sehr wichtigen Stelle unserer Kirche mitzuarbeiten.

Kaum ein Thema bewegt derzeit die Menschen so sehr, wie die Situation von Flüchtlingen und deren Integration in Deutschland. Sie wünschen sich, dass nicht nur die Politik, sondern auch Kirchenvertreter Antworten darauf geben.

Neben mir sind nur drei Vertreter der Union in jeweils eine der Kammern der EKD gewählt worden: Frank Heinrich, MdB (CDU) engagiert sich in der Kammer für nachhaltige Entwicklung, Christine Lieberknecht, Ministerpräsidentin des Freistaates Thüringen a.D. (CDU) in der Kammer für soziale Ordnung und Michael Brand, MdB (CDU) in der Kammer für öffentliche Verantwortung. Dies unterstreicht das große Vertrauen, das uns zuteilwird. Ich freue mich außerordentlich, dass ich als einzige Vertreterin der CSU dazu in den kommenden Jahren in meiner Kirche beitragen darf.
Die Kammer für Migration und Integration unterstützt den Rat der EKD, die Glaubwürdigkeit der Kirche in ihrer Zuwendung zur Welt zu stärken und berät ihn in den gesellschaftspolitischen Fragen von Migration, Integration und Flüchtlingsschutz. Auch in der Kirche sind ein differenziertes Bild und eine lebhafte Diskussion nötig. Dabei sind insbesondere die Rolle der Kirche für den Zusammenhalt in einer säkularen Gesellschaft wie auch die interkulturelle Öffnung von Kirche und Diakonie zentrale Themenfelder. Die Berufung gilt für die laufende Amtsperiode des Rates bis Ende des Jahres 2021. Mit Dankbarkeit habe ich sie angenommen und freue mich auf die Arbeit in den kommenden fünf Jahren im Dienst der Kirche.“

Hintergrund:
Die Kammern sind in der Grundordnung der EKD verankerte Beratungsgremien. Sie vernetzen und bereichern die Arbeit der kirchlichen Leitungsorgane – insbesondere des Rates – mit der Expertise und dem Erfahrungswissen „sachverständlicher kirchlicher Persönlichkeiten“ (GO-EKD Artikel 22 Absatz 2) und tragen dadurch zur Orientierung und Urteilsbildung der Mitglieder unserer Kirche wie der Öffentlichkeit bei.

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