Bayreuth. Die Bayreuther Bundestagsabgeordnete Dr. Silke Launert (CSU) lud am Dienstagabend zusammen mit der Staatsministerin für Digitalisierung Dorothee Bär (CSU) zu einer virtuellen Gesprächsrunde zu dem Themenkomplex Digitalisierung ein. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Digitalen Sommertour der Staatsministerin statt.

Im Mittelpunkt der Diskussionsrunde stand die neu gegründete Forschungsstelle „Campus Additive.Innovationen (CA.I) der Universität Bayreuth, welche Launert bereits seit Längerem unterstützt. Darüber hinaus wurde das Kompetenzzentrum „Digitales Handwerk“ der Handwerkskammer Oberfranken in den Blick genommen. Neben dem Direktor der Forschungsstelle und Inhaber des Lehrstuhls für umweltgerechte Produktionstechnik Professor Frank Döpper und dem Geschäftsführer der Forschungsstelle Christian Bay nahmen weitere Vertreter der Universität sowie Vertreter der HWK, IHK und der Politik an der Veranstaltung teil. Professor Döpper und Christian Bay gingen in ihrem einführenden Vortrag auf die Besonderheiten des CA.I und seine Bedeutung für den oberfränkischen Mittelstand ein.

Als inter- und transdisziplinärer Think-Tank bündelt die Forschungsstelle technische und nicht-technische Kompetenzen von insgesamt 26 Lehrstühlen und Professuren der Universität Bayreuth sowie von außeruniversitären Forschungseinrichtungen im Bereich des 3D-Drucks. Ziel des Projektes ist es, Technologien und Anwendung der additiven Fertigung sowie Geschäftsmodelle aus vielen Blickwinkeln interdisziplinär zu untersuchen, zu entwickeln und zu optimieren. Man möchte so den regionalen Mittelstand frühzeitig in die Lage versetzen, die neuen Möglichkeiten des 3D-Drucks optimal zu nutzen und die betriebseigene Innovationskraft zu stärken. Während der Corona-Krise konnte die neue Forschungsstelle bereits ihr Potenzial eindrucksvoll unter Beweis stellen: Zusammen mit regionalen Industriepartnern wurden Prototypen und Anwendungsbauteile für medizinisches Equipment entwickelt und sodann additiv gefertigt.

Dorothee Bär zeigte sich beeindruckt von dem Projekt.
Die Digitalisierung biete große Chance und könne unsere Gesellschaft nachhaltig zum Positiven verändern, betonte die Staatsministerin. Silke Launert mahnte, dass Deutschland den Anschluss nicht verlieren dürfe: „Wenn wir Wohlstand und Wachstum sichern wollen, müssen wir in die Digitalisierung investieren und über die Region hinauswirkende Projekte, wie den CA.I und das Kompetenzzentrum „Digitales Handwerk“, unterstützen. Gerade der ländliche Raum bietet hier enormes Potenzial, das nicht ungenutzt bleiben darf!“

Hintergrund:
Ziel der Digitalen Sommertour der Staatsministerin für Digitalisierung Dorothee Bär ist es, das Thema Digitalisierung von verschiedenen Seiten zu beleuchten und die Umsetzung digitaler Maßnahmen vor Ort, wie etwa an Schulen oder in Unternehmen, zu unterstützen.

Liste der Teilnehmer (alphabetisch):
 Dorothee Bär, MdB, Staatsministerin für Digitalisierung
 Christian Bay, Geschäftsführer der Forschungsstelle Campus Additive.Innovationen
 Rainer Beck, Geschäftsführer der Handwerkskammer Oberfranken
 Prof. Dr.-Ing. Frank Döpper, Direktor der Forschungsstelle Campus Additive.Innovationen
 Thomas Ebersberger, Oberbürgermeister der Stadt Bayreuth
 Oliver Eismann, stellv. Projektleiter Kompetenzzentrum Digitales Handwerk der HWK Oberfranken
 Dr. Dominik Erhard, stellv. Leiter Bereich Innovation.Unternehmensförderung
 Prof. Dr. Torsten Eymann, Vizepräsident für Digitalisierung der Universität Bayreuth
 Dr. Andreas Kokott, Stabsabteilung Entrepreneurship und Innovation der Universität Bayreuth
 Dr. Silke Launert, MdB
 Martin Popp, Kreisvorsitzender Mittelstands-Union Bayreuth Stadt/Land
 Andreas Zippel, 2. Bürgermeister der Stadt Bayreuth

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