Bayreuth. Mit wem kann ich über meine Probleme sprechen? Wer hilft mir, wenn ich nicht mehr weiter weiß? Wo finde ich Ansprechpartner in meiner Nähe? Eine Antwort auf diese Fragen liefert die App „Between The Lines“ des gleichnamigen Bayreuther Startups und gemeinnützigen Vereins.

Gerade in der Corona-Pandemie leiden vor allem auch Kinder und Jugendliche besonders unter Kontaktbeschränkungen und ausfallenden Angeboten von Vereinen und Organisationen. Mehr Kinder und Jugendliche denn je haben psychische Probleme und sind seelisch stark belastet. In vielen Gesprächen der Bundestagsabgeordneten Dr. Silke Launert mit entsprechenden Organisationen wie dem Stadt- und dem Kreisjugendring Bayreuth wurde dies in den vergangenen Wochen deutlich.

Sich einzugestehen, dass man Hilfe braucht, ist nicht immer leicht. Einen einfachen Zugang zu den Jugendlichen findet der gemeinnützige Verein „Between The Lines“ mit Sitz in Solingen mit seiner App. Die Bundestagsabgeordnete informierte sich in einer Videoschalte mit Carlo Retzlaff und Daniel Schachner von dem Bayreuther Startup über den aktuellen Stand des Projektes.

Wie die beiden erklären, ist „Between The Lines“ eine digitale Plattform von Jugendlichen für Jugendliche, die über psychische Erkrankungen informiert mit Inhalten von Psychologen und Fachärzten und Ansprechpartner in der Nähe der Betroffenen vermittelt.

„Nur jeder Fünfte psychisch Erkrankte erhält professionelle Hilfe“, sagen Carlo Retzlaff und Daniel Schachner. Die Suche nach Ansprechpartnern und Informationen sei oft umständlich, hinzu kämen die Angst vor Stigmatisierung und Hürden bei der Kontaktaufnahme. „Die Corona-Pandemie hat die Problematik weiter verschärft. Digitale und niedrigschwellige Hilfsangebote sind wichtiger denn je.“

Als digitale Plattform schafft „Between The Lines“ Übersicht und Klarheit über das gesamte Hilfsangebot wie allgemeine Anlaufstellen, medizinisch-therapeutische Angebote, Selbsthilfegruppen, Online-Beratungen oder Telefonberatungen.

Derzeit hoffen die Initiatoren auf Fördergelder, um ihre App weiter entwickeln zu können und so vielen Jugendlichen wie möglich mit ihrem Angebot helfen zu können. Dr. Silke Launert sicherte dem Verein dabei ihre Unterstützung zu.

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