Bayreuth. Das Handwerk ist ein Innovationstreiber, doch oftmals ein verkannter. Daher lobt die Handwerkskammer (HWK) für Oberfranken zum zweiten Mal ihren Zukunftspreis aus. Darauf hat die Bundestagsabgeordnete Dr. Silke Launert (CSU) jetzt hingewiesen. Launert ruft insbesondere Betriebe aus ihrem Wahlkreis zur Teilnahme auf. Damit soll die hohe Leistungsfähigkeit unserer Handwerker deutlich herausgestellt werden, sagte die Abgeordnete.
„Wir wollen damit sichtbar machen, dass viele der kleinen wie großen Innovationen aus dem klassischen Handwerk stammen“, so Präsident Thomas Zimmer. Die Betriebe der Region können sich ab sofort in sechs verschiedenen Kategorien für den Zukunftspreis 2020 bewerben oder dafür nominiert werden. Die Preisverleihung findet am 20. Mai 2020 im Rahmen der Coburger Designtage statt.
Leistungen des Handwerks werden in Deutschland täglich millionenfach in Anspruch genommen. „Vielleicht wird die Handwerksleistung deswegen häufig als etwas schlicht Alltägliches wahrgenommen“, sagt Zimmer. „Dabei sind unsere Betriebe gerade aus der Erfahrung der täglichen Praxisarbeit heraus hoch-innovativ und entwickeln anwendbare Zukunftskonzepte.“ Um diese stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen, hat die HWK für Oberfranken 2017 den Zukunftspreis ins Leben gerufen und 2018 erstmals vergeben.
Die HWK prämiert herausragende Leistungen von Handwerksunternehmen in den folgenden Kategorien: Technik, Umweltschutz / Energieeffizienz / Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Fachkräftesicherung / Nachwuchsgewinnung / Unternehmensnachfolge, Marketing / Geschäftsmodelle / Kooperationen / Social Media sowie Gestaltung / Design.
Bei den Wegen zur Teilnahme hat die HWK für Oberfranken bewusst zwei Varianten gewählt. „Natürlich können sich Betriebe selbst bewerben“, erläutert Hauptgeschäftsführer Thomas Koller. „Nachdem wir aber wissen, dass viele Handwerker gerne sehr bescheiden auftreten, nehmen wir auch Nominierungen durch Dritte an.“ Handwerksorganisationen, Kommunen und andere Institutionen können so Betriebe aus ihrem Umfeld für den Zukunftspreis vorschlagen.
Nach Ende der Bewerbungsfrist, die bis 15. April 2020 dauert, entscheidet eine unabhängige Fachjury über die ersten Preisträger in den Kategorien. Koller: „Wir werden gegebenenfalls, je nach Kategorie und Bewerbungen, zusätzlich Experten in diese Fachjury berufen, damit auf jeden Fall eine intensive Beurteilung stattfinden kann.“
Erstmals ist der Zukunftspreis auch mit einem Preisgeld von 1.500 Euro je Wettbewerbskategorie dotiert. „Wir freuen uns sehr, dass die oberfränkischen Volksbanken und Raiffeisenbanken dies ermöglichen“, erklärt der Hauptgeschäftsführer. „Denn natürlich schafft ein Preisgeld noch mehr Anreiz für unsere Mitgliedsbetriebe, sich um den Zukunftspreis zu bewerben.“

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