Der Deutsche Bundestag berät in der Nacht zum Freitag in zweiter und dritter Lesung über das Gesetz zur Modernisierung der epidemiologischen Überwachung übertragbarer Krankheiten. Dazu erklärt die oberfränkische Bundestagsabgeordnete und ordentliches Mitglied im Ausschuss für Familie, Frauen, Senioren und Jugend Dr. Silke Launert:

„Impfungen sind immer noch der beste Schutz gegen gefährliche Infektionskrankheiten und das meist vom Säuglings- bis ins hohe Erwachsenenalter. Ich begrüße es daher sehr, dass die Bundesregierung stärker gegen Eltern vorgehen will, die sich weigern mit ihren Kindern eine Impfberatung beim Haus- oder Kinderarzt durchführen zu lassen.

Das neue Gesetz verpflichtet die Kitas künftig, Beratungsverweigerer bei den Gesundheitsämtern zu melden. Der Nachweis einer Impfberatung ist zwar bereits seit zwei Jahren gesetzlich festgelegt. Bislang konnten die Kitas aber selbst entscheiden, ob sie säumige Eltern bei den Gesundheitsämtern anzeigen.

Als zweifache Mutter ist es mir besonders wichtig, dass wir die Behörden jetzt in die Lage versetzen, die Impfgegner gezielt ansprechen zu können. Nur so können wir die Eltern genau darüber informieren, welche Gefahren ihren Kindern bei fehlendem Impfschutz tatsächlich drohen. Durch den engen Kontakt der Kinder in Kitas und Schulen werden Infektionskrankheiten besonders schnell übertragen. Wer auf die Impfungen verzichtet, gefährdet daher auch die Gesundheit anderer.“

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