Bayreuth. „Vielen Dank an alle Mitwirkenden des Notdienstes - ihr seid unverzichtbar!“ Mit diesen Worten hat sich Dr. Silke Launert bei allen Rettungssanitätern und Notärzten, die Tag für Tag für die Menschen in der Region im Einsatz sind, bedankt. Um deren Nöte und Belange noch besser verstehen zu können, hat sich die Angeordnete mehrere Stunden lang selbst am Dienst beteiligt. Am Ende sprach sie von einem sehr interessanten Tag. „Live dabei zu sein führt immer auch zu einem besseren Verständnis“, so Launert.
Der Einsatz fand im Vorfeld des 1. Bayreuther Adventssymposium für Notfallmedizin statt. Es stand unter dem Motto „Wenn die Luft knapp wird“ und hatte das Thema Störung der Atemwege bei der Behandlung lebensbedrohlicher Situationen zum Inhalt.
Veranstalter dieses Symposiums war die Klinik für Anästhesie und operative Intensivmedizin. Sie versorgt mit rund 40 ärztlichen Mitarbeitern alle operativen Fachbereiche im Klinikum und in der Hohen Warte. Insgesamt werden pro Jahr etwa 14.000 Narkosen durchgeführt, von Früh- beziehungsweise Neugeborenen bis hin zum betagten Patienten. Auf der operativen Intensivstation werden schwer und schwerst erkrankte Patienten nach größeren Operationen oder Unfällen betreut. Ein Team von hoch spezialisierten ärztlichen und pflegerischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sorgt in Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen der operativen Fachdisziplinen für eine optimale medizinische Versorgung.
Dr. Silke Launert bezeichnete die Notfallmedizin als ein brandaktuelles Thema. Pfleger, Ärzte und Rettungskräfte: alle seien gemeinsam gefordert, zum Wohle des Patienten zusammenzuarbeiten. In Bayreuth, so die Abgeordnete, sei die Notfallrettung hervorragend aufgestellt.
Seit mehr als drei Jahrzehnten ist die ADAC-Luftrettungsstation „Christoph 20“ am Klinikum in Bayreuth stationiert. Der Rettungshubschrauber wurde bisher zu weit mehr als 50.000, oftmals lebensrettenden Einsätzen gerufen. Er ist einer von acht „Gelben Engeln“, die in Bayern Rettungseinsätze fliegen. Nur rund zwei Minuten braucht die Crew, um zum Einsatzort aufzubrechen. Überfüllte Straßen oder zeitraubende Umwege spielen für den Hubschrauber keine Rolle.
Aufgabenträger von „Christoph 20“ ist der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Bayreuth/Kulmbach, Leistungserbringer die ADAC Luftrettung, die auch die Piloten stellt. Die Notärzte kommen vom Klinikum, das Rettungsfachpersonal stellt der BRK Kreisverband Bayreuth.
Neben dem Rettungshubschrauber bildet das Klinikum selbst die Basis für die Notfallmedizin. Als Krankenhaus der Maximalversorgung erbringt die Klinikum Bayreuth GmbH in ihren Einrichtungen Leistungen, die in der Spezialisierung und Quantität deutlich über die anderer Krankenhäuser in der Region hinausgehen.

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