Bindlach / Mistelgau / Warmensteinach. Was passiert, wenn man in eine Situation kommt, in der man selbst nicht mehr entscheiden kann? Treffen kann es jeden, zum Beispiel als Folge eines Verkehrsunfalls. Wie man optimal vorsorgen kann, darüber berichtete Dr. Silke Launert als ehemalige Betreuungsrichterin bei Veranstaltungen der CSU Bindlach, der Frauen Union Mistelgau und der CSU Warmensteinach. Zahlreiche interessierte Gäste erfuhren dabei bürgernah und praxisorientiert, wie sie sich bei diesen wichtigen Themen für die Zukunft aufstellen können.
„Nicht verdrängen, sondern Vorsorge treffen“, sagte Launert. „Es geht schließlich nicht nur um ihr ganzes Vermögen, es geht vielmehr um ihr Leben“, machte sie den Ernst der Lage klar. Dabei müsse es nicht immer gleich um die Abschaltung von Geräten gehen, auch Bankgeschäfte müssen geregelt, Verträge mit Krankenhäusern oder Heimen geschlossen oder Reha-Maßnahmen in die Wege geleitet werden. Ein weit verbreiteter Irrglaube sei es dabei, dass automatisch der Ehegatte die Sache in die Hand nimmt. „So einfach ist es nicht, dass Ehegatten automatisch entscheiden dürfen“, warnte die Referentin. Im Grunde gibt es drei verschiedene Möglichkeiten der Vorsorge: die Vorsorgevollmacht, eine Betreuung oder eine Betreuungsverfügung (Sonderfall: Patientenverfügung).
Fachgerechte Unterstützung erhalten alle Bürger über diese Vorträge hinaus bei der Betreuungsstelle im Landratsamt (für Bindlach Nadine Eckert ‭0921 728-234, für Mistelgau und Warmensteinach Rebecca Weber 0921/728-224‬) gibt es kompetente Beratung, bei der sich auch Zeit für die individuellen Anliegen genommen wird.‬‬‬‬‬‬

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