Irland. Den bayerischen Löwen und den irischen Tiger verbindet vieles. Davon konnte sich die CSU-Landesgruppe im Juli beim Besuch des Inselstaats überzeugen. Es gebe viele Parallelen zwischen Bayern und Irland, zog Dr. Silke Launert ein positives Fazit. Ursprünglich seien beide Länder Agrarstaaten gewesen, ein Sektor, der zwischenzeitlich stark zurückgegangen ist. Allerdings hätten sowohl Bayern, als auch Irland in den zurückliegenden Jahrzehnten eine rasante Entwicklung hin zu modernen Staaten mit zukunftsweisenden Unternehmen genommen. Beide Länder seien aber auch bodenständig und nachhaltig geprägt.
Im Rahmen eines vielfältigen Programms tauschten sich die Abgeordneten mit führenden Politikern der grünen Insel zu aktuellen Themen aus. Neben einem Besuch des irischen Parlaments im Leincester House standen politische Gespräche an, die die Abgeordneten mit Vertretern ihrer jeweiligen Fachgebiete führten.
Unter anderem besuchte die Landesgruppe geschlossen das Glenree Centre for Peace and Reconciliation, wo Landesgruppenvorsitzender Alexander Dobrindt stellvertretend für alle Teilnehmer einen Kranz auf dem deutschen Soldatenfriedhof niederlegte. Danach ging es an die Grenze zwischen Irland und Nordirland, die gerade vor dem Hintergrund des Brexit vor neue Herausforderungen gestellt wird.
„Die Reise hat uns einen guten Einblick in die irische Politik gegeben“, sagte Dr. Silke Launert. Es sei deutlich geworden, dass die EU für die Iren ein Stückweit eine Befreiung gewesen sei. Deshalb seien die Iren auch überzeugte Europäer. Launert: „Die Iren haben kein Verständnis für den Brexit und wollen in der EU bleiben.“ Launert sah die Landesgruppenfahrt deshalb auch als wichtiges Signal, dass Deutschland die Iren nicht hängen lässt und dass die EU zusammen hält.
Die CSU-Landesgruppe wurde von der deutschen Botschafterin Deike Potzel empfangen. Zum Programm gehörte ein gemeinsames Abendessen mit Premierminister Leo Varadkar und Abgeordneten der Fine Gaek. Dr. Silke Launert führte unter anderem Gespräche mit Frank Clarce (Chief Justice), Drew Harris von der nationalen Polizei und Kulturministerin Josepha Madigan. Als Ergebnis hielt die Abgeordnete fest, dass die Sicherheit in Irland einen außerordentlichen Stellenwert besitzt. So seien die Telekommunikationsunternehmen äußerst kooperativ, in der Bevölkerung gebe es kaum Bedenken in Sachen Vorratsdatenspeicherung. Nach dem Motto „All in one“ sei die nationale Polizei für alle Bereiche zuständig und vereine sämtliche Aufgaben von Bundes- und Landespolizei, sowie Zoll und Geheimdienst. Die Kulturförderung sei in Irland allerdings niedriger angesetzt als in Deutschland. Lobend äußerten sich die irischen Vertreter über die Arbeit der Konrad-Adenauer-Stiftung.

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