Berlin. "Die Grünen drohen mit Verboten in der Klimapolitik, wir wollen staatliche Anreize setzen und überzeugen", so bezeichnete Dr. Silke Launert den Unterschied zwischen dem Klimaschutz in der CSU und bei den Grünen. In der Sendung "Aus dem Bundestag" mit TV Berlin Moderator Dr. Peter Brinkmann ging die Politikerin außerdem auf den Zustand der Groko und die Lage in Brandenburg und Sachsen nach den Wahlen am 1.9.2019 ein.
Ihre Partei besetze das Thema Klimaschutz mit eigenen Wertvorstellungen und Methoden und nicht mit Verboten, sagte Launert. Sie unterstütze den Kurs, das Thema aktiv anzugehen, etwa durch das Setzen von Anreizen wie Steuererleichterungen, Motivationen, Innovationen und damit einhergehend auch mit einer Stärkung der Wirtschaft. Launert: „Nur die Menschen aufzuhetzen und Angst zu verbreiten ist nicht seriös.“
Zur derzeitigen Kandidatensuche an der Spitze der SPD und den unterschiedlichen Vorstellungen über die Zukunft der großen Koalition bei den Sozialdemokraten sagte Launert: „Ich würde mir wünschen, die Legislaturperiode zu Ende zu führen“. Vom Ausgang der Wahlen und dem starken Abschneiden der AfD in Sachsen und Thüringen zeigte sich Launert nicht überrascht. Als Ursache nannte sie einen Vertrauensverlust im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise. Viele Menschen in den neuen Bundesländern hätten dadurch ihr Vertrauen in die Politik und auch in die Medien verloren.

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