Bayreuth. Über die Politik im Allgemeinen und über ihr Leben als Politikerin hat Dr. Silke Launert bei einer Gesprächsrunde mit zwei Klassen der Mittelschule St. Georgen in Bayreuth berichtet. Den Schülerinnen und Schülern brannte dabei unter anderem das Thema Umweltschutz auf den Nägeln.
Was könne man gegen den Klimawandel unternehmen, wollten die jungen Leute wissen. Launert fand es am wichtigsten, ein Bewusstsein für den Umweltschutz zu schaffen. Zudem sei es auch notwendig, entsprechende Regelungen zu finden, allerdings stets unter Berücksichtigung der Folgen für Arbeitsplätze. Launert warb für eine Schwerpunktsetzung bei Forschung in emissionsärmere Technologien und für einen weltweiten Ansatz, gerade auch im Hinblick auf emissionsexpandierende Länder wie Indien, Afrika oder China. „Wir müssen genau abwägen, wo das in den Klimaschutz investierte Geld die größtmögliche CO-2-Einsparung bewirkt“.
Auf die AfD angesprochen, rief Launert dazu auf, Parteien zu wählen, die das System und damit auch den Frieden erhalten. Man könne als Partei in der Opposition viele Forderungen aufstellen, die aber nicht umgesetzt werden müssen. Wichtig seien stets Mehrheiten und Kompromisse.
Launert beichtete den Schülerinnen und Schülern auch von ihrem Lebenslauf und von ihrem eher späten Quereinstieg in die Politik. Dies zeige aber auch, dass Politik für jeden etwas sein kann. Man müsse sich freilich dafür begeistern. Sie sprach auch von einem frauenfreundlichen Klima im Wahlkreis.
Auf Nachfrage räumten einige der Jugendlichen ein, dass Politik für sie zuhause eigentlich kein Thema sei. Information finde in der Regel über das Internet statt, nur wenige schauten wirklich Nachrichten, noch weniger lesen Zeitung. In der Schule läuft allerdings gerade ein Programm, welches das Zeitunglesen fördern soll.

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