Bayreuth. Zum festlichen Übergabekommers hatte die Bayreuther Sängerschaft Franco Palatia in die Sudpfanne geladen. Mit 125 Jahren, ein Jubiläum, das im Mai mit dem Sängerschaftertag groß gefeiert werden soll, ist die Franco-Palatia die am längsten in Bayreuth ansässige Studentenverbindung.
Dr. Silke Launert bezeichnete die Sängerschaft in ihrem Grußwort als starken Förderer der Kultur. Gerade die alten Lieder und Weisen würden die Mitglieder immer wieder in Erinnerung rufen un d so einen wichtigen Teil zur Kulturpflege leisten. Darüber hinaus liegen der Franco Palatia Werte wie Gemeinschaft und Zusammenhalt, aber auch das ehrenamtliche Engagement ganz besonders am Herzen. Mit einem Augenzwinkern stellte Launert zudem fest, dass auch die fränkische Bierkultur gefördert werde. Viele Ehemalige seien aus ganz Deutschland gekommen und hätten dabei auch die Brauereivielfalt der Region kennengelernt-
Die Sängerschaft Franco-Palatia ist ein Musterbeispiel dafür, wie Tradition und Moderne zusammenfinden. Die Aktiven pflegen eine lange und traditionsreiche Geschichte. Auf der anderen Seite ist aber auch für den Zusammenschluss die Zeit nicht stehen geblieben. Längst blicken die Mitglieder über den studienfachlichen Tellerrand hinaus und bieten wichtige Seminare und Workshops an. Jüngere profitieren von den Erfahrungen der Älteren und durch einen fachlichen Gedankenaustausch hat jeder die Möglichkeit, neue Eindrücke und vielleicht auch Ideen für den eigenen Lebensweg zu gewinnen.
Studenten und Absolventen verschiedenster Fachrichtungen finden bei der Franco-Palatia eine Heimat. Damit sind sie Teil einer 125jährigen, beständigen, Alumni-Gemeinschaft, die eigene Traditionen pflegt aber auch nach vorne schaut.
Viele Bundesbrüder bekleiden die verschiedensten Berufe, oft in Führungspositionen, somit profitieren die Mitglieder von einem einzigartigen Netzwerk, das lebenslang Bestand hat. Das wiederum war schon immer so. Durch die damals als sogenannten „Philisterverband“ gegründete Verbindung konnten die Absolventen der ehemaligen Königlichen Lehrerbildungsanstalt, einem Vorläufer der Universität Bayreuth, den Kontakt zu ihrer Ausbildungsstätte und ihren Kommilitonen pflegen. Darüber hinaus konnten neue Bekanntschaften geschlossen und Veränderungen am Studienort verfolgt werden. Die aktiven Studenten profitierten von den Erfahrungen der Ehemaligen.

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