Bayreuth. Für Eltern ist es das Schlimmste, was man sich vorstellen kann: der Tod des eigenen Kindes. Frankreich möchte Betroffenen jetzt entgegenkommen und zwölf Tage „Trauerurlaub“ ermöglichen. Wäre das auch eine Option für Deutschland? RTL hat diese Frage aufgegriffen und die Bayreuther Bundestagsabgeordnete Dr. Silke Launert, Obfrau im Familienausschuss des Bundestages, zu ihrer Meinung befragt. Die Dreharbeiten für das Interview mit dem RTL-Team fanden im Bayreuther Wahlkreisbüro statt.
Sie glaube, dass Frankreich den richtigen Weg einschlägt, sagte Launert im Gespräch mit RTL-Redakteurin Michaela Johannsen. Der Tod des eigenen Kindes sei für alle Betroffenen eine echte Notsituation und die brauche ihre Zeit zur Aufarbeitung dieser schweren Lebensphase. Andernfalls folgten nicht selten Burn Out oder Depressionen. Wenn Eltern aus der Bahn geworfen werden, sei dies eine riesige psychologische Herausforderung, für die zwei Tage Sonderurlaub, wie es in Deutschland derzeit üblich ist, nicht ausreichten. In zwei Tagen ließe sich meist nicht einmal die Beerdigung organisieren. Es wäre durchaus wünschenswert einen längeren Sonderurlaub zu gewähren. „Ich glaube, dass auch der Arbeitgeber und die Kollegen damit leben könnten. Jeder muss sich einmal die Lage der betroffenen Eltern hineinversetzen.“ so Launert.
Launert sagte zu, dass Thema über die Frauen Union in den nächsten Parteitag einzubringen. Sie glaube, dass man das Thema durchaus gesetzlich regeln sollte. Wer die Auszeit nicht möchte, der werde auch nicht gezwungen, den „Trauerurlaub“ in Anspruch zu nehmen.
Das gesamte Interview wird in diesen Tagen im RTL-Mittagsmagazin gesendet.

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