„Die Strafverschärfungen bei Wohnungseinbrüchen müssen wir nach dem gestrigen Kabinettsbeschluss nun rasch umsetzen. Bis zum Sommer darf es keine Verzögerungen mehr geben.

Die Statistiken zeigen, dass die Fallzahlen auf einem völlig inakzeptablen Niveau liegen. Dem müssen wir endlich Einhalt gebieten. Die Unionsfraktion hat schon lange auf eine Gesetzesverschärfung gedrängt, nun hat sie sich zum Wohle und zur Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger gegen den Koalitionspartner durchgesetzt.

Ein Wohnungseinbruch hat für die Opfer meist weit mehr Folgen als materiellen Schaden. Dass sich Fremde in den eigenen vier Wänden aufhalten und Sachen anfassen und durchwühlen, ist eine schwere Verletzung der Privatsphäre. Nicht selten sind diese Erfahrungen traumatisierend.

Auch, wenn wir im Jahr 2016 in Oberfranken mit insgesamt 387 Wohnungseinbruchdiebstählen deutlich unter dem bayerischen Durchschnitt liegen, ist selbstverständlich auch hier jeder Einbruch einer zu viel. Die neuen Vorschriften werden dazu beitragen, auch in Oberfranken den Kriminellen das Handwerk gelegt werden kann.

Insbesondere wollen wir die Mindeststrafe auf ein Jahr anheben. Das wirkt abschreckend und erklärt den Wohnungseinbruch zu einem Verbrechen. Damit wird dann die für die Strafverfolgung so notwendige Funkzellenabfrage ermöglicht. Dabei werden alle zu einem bestimmten Zeitpunkt in einer Funkzelle angefallenen Verkehrsdaten erhoben. So kann beispielsweise bei mehreren Wohnungseinbrüchen zu verschiedenen Zeiten und in verschiedenen Funkzellen festgestellt werden, ob ein Mobiltelefon an allen Tatorten feststellbar ist.“

Hintergrundinformation:
Die oberfränkische Polizei investiert viel in Präventions- und Aufklärungsmaßnahmen. Insbesondere stehen die vier oberfränkischen kriminalpolizeilichen Fachberater zum Thema Einbruchschutz für alle Bürgerinnen und Bürger kostenlos zur Verfügung.

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