Bayreuth. Zu einem politisch en Gespräch mit der oberfränkischen Europaabgeordneten Monika Hohlmeier hatte die Bayreuther CSU in die Sudpfanne eingeladen.Hohlmeier stellte sich dabei den Fragen der Bürger. Der Abend wurde von der neugewählte Kreisvorsitzenden Dr. Silke Launert moderiert.
Monika Hohmeier berichtete von ihrer Kindheit als Tochter des berühmten CSU-Politikers Franz-Josef Strauß. Neben privaten Erzählungen aus dem Familienleben, berichtete sie auch, dass ihre Kindheit ihre politische Arbeit noch heute beeinflusst. So machte sie bereits im Kindesalter Erfahrungen mit Terrorismus, der ihre Familie bedroht hat. Aus diesem Grund musste sie sogar für einige Wochen umziehen und bei einer anderen Familie wohnen.
Geprägt von diesen Erfahrungen, hat sie eine Gruppe im Europäischen Parlament gegründet. Dieser Zusammenschluss setzt sich aus Abgeordneten mit Terrorerfahrung zusammen und sorgt gemeinsam für mehr sicherheitspolitisches Engagement im Europäischen Parlament. So konnten in der vergangenen Legislaturperiode viele sicherheitspolitische Versäumnisse der letzten Jahre nachgeholt werden. Beispielsweise wurden Personalausweise mit Fingerabdrücken eingeführt und es wurde eine bessere Verknüpfung der europäischen Sicherheitsdatenbanken erreicht.
Auch das Thema Außenpolitik und Brexit wurde besprochen. Monika Hohlmeier sagte hierzu: „Ich bin traurig, dass der Brexit von Mitgliedern der konservativen Partei angestoßen wurde. Wir alle leiden unter den Folgen dieser Entscheidung!“. Wie das Kapitel Brexit ausgehen würde, konnte sie nicht genau sagen, hier müsste sich zunächst das britische Parlament auf einem gemeinsamen Weg einigen.
Zudem verdeutlichte Hohlmeier, wie wichtig die EU für Deutschland ist. Es sei Deutschland beispielsweise nicht möglich in der Sicherheits- und Wirtschaftspolitik mit Amerika oder China mitzuhalten, gemeinsam mit Europa habe Deutschland aber eine starke weltpolitische Stimme. Es lohne sich also in der EU mitzuwirken, auch wenn nicht alles perfekt ist. Zum Schluss macht die Abgeordnete noch klar, dass die Sozialdemokraten und Grünen im EU-Parlament gemeinsam mit den Linksextremen regieren wollen. Sie fordert von den Sozialdemokraten eine klare Abgrenzung zu den Extremen und verspricht, dass die Union nur mit demokratischen Parteien zusammenarbeiten wird.

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