München. Der bayerische Koalitionsvertrag beinhaltet zahlreiche Maßnahmen im Bereich der Sozialpolitik. Um politische Herausforderungen in diesem Bereich gemeinsam und geschlossen zu meistern, ist ein enger Austausch zwischen den Abgeordneten des Bundestages, des Landtages und dem Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales unerlässlich. In den Räumen des Ministeriums in München trafen deshalb die Mitglieder des Arbeitskreises IV im Bundestag, zu denen Dr. Silke Launert gehört, mit Mitgliedern des Arbeitskreises im Landtag aufeinander.
Zu den Themen gehörten unter anderem die Reform des Sozialgesetzbuches VIII und die frühkindliche Bildung in Kitas. Das Problem der mangelnden Buchungszeiten in Kitas im ländlichen Raum soll nun angegangen werden, versprach Ministerin Kerstin Schreyer. Hier sei eine Entbürokratisierung dringend notwendig.
Kritisch sah die Ministerin den Rechtsanspruch auf Arbeiten im „Home Office“, wobei sie auf den Familienpakt Bayern verwies. Als Erfolg stellte es Schreyer heraus, dass die „Hilfen zur Erziehung“ in den Jahren 2008 bis 2018 verdoppelt worden seien. Weitere Themen des Gesprächs waren die Grundrente, problematische Arbeitszeitverordnungen im Gastronomiebereich und eine bessere Ausstattung der Frauenhäuser.
Kontrovers wurde bei dem Treffen eine mögliche Erhöhung von 450-Euro-Jobs diskutiert. Dr. Launert lag hierbei ganz auf der Linie der Ministerin, die es ausdrücklich begrüßte, dass diese Minijobs eine gute Hinzuverdienstmöglichkeit für Rentner und Studenten sind.

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