Bayreuth. Dr. Silke Launert hat das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ nicht unterstützt. Sie begrüße zwar ausdrücklich, dass bei vielen Menschen ein Bewusstsein für den Artenschutz entstanden sei, das Volksbegehren sei jedoch viel zu einseitig gegen die Landwirtschaft ausgerichtet. „Ich bin froh und dankbar, dass wir gerade in Franken noch so viele bäuerliche Familienbetriebe haben“, sagte Launert. „Artenschutz geht uns alle an!“ Weitere bürokratische Vorschriften zur Verschärfung des Naturschutzrechtes setzten den gesamten Berufsstand unter Druck. Es könne nicht angehen, dass immer nur die Landwirtschaft an den Pranger gestellt wird. Das Volksbegehren sei nicht zu Ende gedacht, vieles könnte man auch anders regeln, als durch immer wieder neue Verordnungen und Vorschriften. Launert begrüßte deshalb auch den Vorstoß von Ministerpräsident Markus Söder, der einen Runden Tisch eingerichtet hatte. Dort suchen 30 Vertreter von Staatsregierung, Umweltaktivisten und weiteren Verbänden einen Kompromiss zwischen den Initiatoren des Volksbegehrens und seinen Kritikern.

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