Berlin. Rund 23.000 Gäste haben Anfang September den 15. „Tag der Ein- und Ausblicke“ des Deutschen Bundestages besucht. Die Besucher hatten einen ganzen Tag lang die Gelegenheit, sich im Reichstagsgebäude, im Paul-Löbe-Haus und im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus über die Arbeit des Bundestages zu informieren und einen Blick hinter die Kulissen von Parlament und Politik zu werfen.
Mit dabei auch Dr. Silke Launert, die sich als Vertreterin des Familienausschuss den Fragen der Bürger stellte. Wie geht es weiter mit der Pflege? Was tut sich in Sachen Kinderbetreuung? Lässt sich der Pflegenotstand durch Integration bewältigen? Auf welche Auswirkungen der demographischen Entwicklung müssen wir uns einstellen? Diese und viele andere Fragen standen im Focus.
Zuvor hatte Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble an die erste Sitzung des Bundestages vor 70 Jahren in Bonn und an den Mauerfall vor 30 Jahren erinnert, als Abgeordnete im Parlament die Nationalhymne anstimmten. Überall in der Welt werde debattiert, ob mit der westlichen, repräsentativen Demokratie Herausforderungen wie die Digitalisierung und Globalisierung zu meistern sind. Er sei gar nicht so pessimistisch, betonte Schäuble. In der Demokratie könne jeder mitmachen, niemand müsse mitmachen: „Wenn wir nicht so ein breites, großes ehrenamtliches Engagement hätten, wäre unser Land weniger liebenswert.“
Die Gäste des Tages der „Aus- und Einblicke“ konnten auf ihrem Rundgang nicht nur das Reichstagsgebäude, sondern auch das Paul-Löbe-Haus und das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus besichtigen und kennenlernen. Die Parlamentsgebäude beherbergen interessante Kunstwerke, Architektur und eindrucksvolle Spuren der Geschichte. Auf den Besuchertribünen des Plenarsaals berichteten die Vizepräsidentinnen und -präsidenten über die Arbeit des Parlaments, beantworteten Fragen der Gäste und gaben Gelegenheit zu Bürgergesprächen.
Das umfangreiche Programm wurde durch eine Vielzahl von Bürgergesprächen in den Sitzungssälen des Paul-Löbe-Hauses ergänzt. Zudem präsentierte sich die Verwaltung des Deutschen Bundestages als Arbeitgeber.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag