Grafengehaig. Es war kein „normales“ Firmenjubiläum, sondern ein ganz außergewöhnliches: 220 Jahre gibt es den Werkzeugbauer Krumpholz schon. Krumpholz wird bereits in der achten Generation geführt. Krumpholz feierte das Jubiläum mit der Einweihung einer neuen Produktionshalle, der größten Investition in der Firmengeschichte.
Zu der mutigen und wegweisenden Entscheidung gratulierte auch Dr. Silke Launert. Jeder Gartenliebhaber kenne den Unterschied zwischen Werkzeugen aus billigem Blech und solchem aus echtem Schrot und Korn, ordentlich geschmiedet, handlich, stabil und belastbar. Nichts ärgerlicheres, als wenn Werkzeuge mitten unter der Arbeit unter der Last ihrer Beanspruchungen zusammenbrechen. Bei den Werkzeugen aus dem Guttenberger Hammer in Grafengehaig könne das nicht passieren. Launert: „Wenn man sich wieder einmal über kaputtes Werkzeug aufregt, soll man sich lieber was von Krumpholz kaufen, das geht sicher nicht kaputt“.
Firmenchef Claus Krumpholz hatte zuvor berichtet, dass er sich immer auf seine Mitarbeiter verlassen konnte. Außerdem sei er seinem Vater dankbar und auch seinem Sohn. Mit beiden verbinde ihn eine stets hervorragende Zusammenarbeit. Er sprach aber auch Probleme der Firma an, wie etwa die Konkurrenz durch minderwertig produziertem Werkzeug aus Fernost.
Krumpholz, das ist nicht nur ein Name, das ist eine „Marke des Jahrhunderts“. Als solche wurde das Unternehmen vor einiger Zeit ganz offiziell ausgezeichnet. Es steht damit in einer Reihe mit so renommierten Marken wie Nivea, Tesa oder Faber-Castell.
Mit 220 Jahren gilt Krumpholz auch als einer der ältesten familiengeführten Handwerksbetriebe in Europa. Immer wieder wurde die Verantwortung auf die nächste Generation übertragen und damit auch alle Erfahrungen und Geheimnisse eines langen Lebens als Schmied an Amboss und Esse.
Heute steht die Marke Krumpholz für das gute alte „Made in Germany“, deutsche Qualitätsarbeit im Dienste hochwertiger Garten-, Forst- und Bauwerkzeuge. So unterschiedlich die Werkzeuge sind: Sie alle sind aus der Hitze der blauflammigen Glut geboren, aus der Kraft des formenden Schmiedehammers und aus dem unbedingten Willen, gediegene Qualität zu erzeugen.
Bei dem großen Fest auf dem Firmengelände ließen es sich zahlreiche Ehrengäste nicht nehmen, mit ihren Grußworten zu gratulieren. Darunter die Bürgermeister Werner Burger (Grafengehaig) und Franz Uome (Marktleugast), Landrat Klaus Peter Söllner, HWK-Präsident Thomas Zimmer, Regierungsvizepräsident Thomas Engel, die Landtagsabgeordneten Martin Schöffel und Rainer Ludwig, Bezirkstagspräsident Henry Schramm sowie Mr. Wang, ein guter Krumpholz-Kunde, der eigens für das Jubiläum aus Südkorea angereist war.

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