Bayreuth / Starnberg. Ein klares Bekenntnis zum Zentrum für Batterietechnik an der Universität Bayreuth hat der CSU-Vorstand am Wochenende auf seiner „Klimaklausur“ in Starnberg abgelegt. Das teilt die Bundestagsabgeordnete Dr. Silke Launert mit. „Ich freue mich, dass Bayreuth im Klimapapier des Vorstandes ausdrücklich genannt wird und dass die Universität Bayreuth in der Batterieforschung künftig eine größere Rolle spielen soll“, sagte Launert, die auch Mitglied des Parteivorstandes ist.
„Wir wollen gemeinsam mit Baden-Württemberg ein Batterienetzwerk Süddeutschland gründen und Kompetenzen in allen Bereichen der E-Mobilität bündeln und stärken“, heißt es in dem Beschluss. Unter Einbeziehung des Bayerischen Zentrums für Batterietechnik (BayBatt) an der Universität Bayreuth und des Fraunhofer-Instituts für Silicatforschung (ISC) in Würzburg soll die Batteriezellenproduktion „Made in Germany“ von der Batterieforschung bis zur Demontage und dem Recycling gestärkt werden. Dazu soll der Bund einen signifikanten Anteil seiner ausgelobten Fördermittel in Spitzenforschung investieren. Daneben sollen auch weitere saubere Antriebstechniken gefördert werden.
Oberstes Ziel ist für Launert das Zusammenspiel von Ökologie und Ökonomie. „Wir zeigen, dass möglich ist, Konjunktur und Klima zusammenzubringen“, sagte Launert. Ihr komme es auch darauf an, einen technologieoffenen Ansatz mit Wasserstoff, synthetischen Kraftstoffen und Elektro, zu verfolgen. Mobilität werde künftig individueller je nach Anforderungen der Region und der Art des Transports.
Der CSU-Parteivorstand hat auf seiner Klausurtagung die Klimastrategie der CSU einstimmig beschlossen. Mit der Klimastrategie antwortet die Partei auf die Herausforderungen des Klimawandels. Das Konzept bringt die Bereiche Klimaschutz, Konjunktur und Soziales zusammen - für einen Klimaschutz mit Vernunft, der alle mitkommen lässt.
„Die CSU legt als erste Partei ein umfassendes Konzept vor, das versöhnt und nicht spaltet“, hatte der Bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder betont. „Wir schaffen es, Konjunktur und Klima in die richtige Balance zu bringen und alle Menschen mitzunehmen. Wir wollen alle mitnehmen, ohne stehen zu bleiben.“ Söder will die Menschen dazu ermuntern, ihren eigenen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Dafür sollen sie den Klimabonus als steuerliche Ermäßigung bekommen. Für den CSU-Chef steht fest: „Unser Konzept ist ein Mitmachprojekt und kein Spaltungsprojekt.“ Eine CO2-Steuer lehnte der CSU-Chef klar ab. „Wir glauben, dass Zertifikate der fairere und der effektivere Weg sind. Eine CO2-Steuer führt am Ende zwar zu mehr Staatseinnahmen, aber am Ende nicht zu weniger CO2. Wir setzen auf Anreize statt auf Verbote und versöhnen Stadt und Land.“

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