Schnabelwaid. Klaus Bauer wird für die CSU als Kandidat bei der Landratswahl am 15. März des kommenden Jahres antreten. Der 49 Jahre alte Verwaltungsfachwirt wurde am Freitagabend bei der Kreisdelegiertenversammlung in Schnabelwaid mit 98,5 Prozent der Stimmen nominiert. Bauer wohnt in Goldkronach und ist Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft Weidenberg.
„Weniger verwalten, mehr gestalten“, das gab Bauer als sein Motto für die Wahl aus. „Ich möchte, dass im Landkreis etwas vorwärts geht, ich möchte fleißig anpacken und neues auf den Weg bringen“, sagte Bauer, der mit seiner Frau Ulrike Sommerer und den beiden Zwillingen Jette und Hans, beide acht Jahre alt, zur Nominierungsversammlung ins Schnabelwaider Sportheim gekommen war.

Bauer stellte sich als künftigen Landrat vor, der zielorientiert und unbürokratisch und vor allem nicht vom Schreibtisch aus arbeiten möchte. Als seinen Leitfaden nannte er christliche Werte. Er ist besonders kirchlich engagiert unter anderem als Prädikant in seiner Heimatgemeinde. Daneben gehört er der Blaskapelle seines Heimatortes Kirchenlamitz an und ist Statist bei den Richard-Wagner-Festspielen in Bayreuth.
Als konkrete Maßnahmen nannte er unter anderem die Aufstockung der Wirtschaftsförderung, eine bessere Ausstattung des Ehrenamtes, den Einsatz für eine bessere Bahnanbindung Bayreuths durch ein zweites Gleis nach Schnabelwaid sowie die Wiederbelebung des Bürgerbusses. Applaus gab es für seine Forderung nach dem Erhalt der Pegnitzer Hotelfachschule sowie für sein Ziel einer engeren Zusammenarbeit mit der Stadt Bayreuth und den benachbarten Landkreisen.
Bauer ging von einem „spannenden, schwierigen und anspruchsvollen Wahlkampf“ aus, schließlich würden insgesamt fünf Kandidaten erwartet. Im Falle seiner Wahl werde er vieles anders machen als sein Vorgänger, aber das liege in der Natur der Sache, sagte er. Den Segen seines Vorgängers Hermann Hübner hat er in jedem Fall. „Meine Unterstützung hat er“, so Hübner. Es erfülle ihn mit großem Stolz und großer Freude, ein gutbestelltes Haus übergeben zu können, sagte der amtierende Landrat.
Vorgeschlagen hatte Klaus Bauer die Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Gudrun Brendel-Fischer. Sie beschrieb ihn als ausgewiesenen Verwaltungsfachmann, der aber keinesfalls ein Schreibtischtäter sei, sondern ein praxisnaher Landrat sein werde. Bauer, der den Nemmersdorfer Bürgerblock im Stadtrat von Goldkronach vertritt, war bislang parteifrei, habe sich aber stets als wertkonservativer Mensch verstanden. Kurz vor seiner Nominierung wurde er CSU-Mitglied.
Gleichzeitig mit der Nominierung von Klaus Bauer als Landratskandidat verabschiedeten die Delegierten mit 128 von 134 möglichen Stimmen auch die CSU-Liste für die Kreistagswahl. Sie umfasst 60 Kandidaten, von denen zwölf unter 35 Jahren sind. „Wir haben es uns nicht leicht gemacht“, sagte Brendel-Fischer. Dennoch sei es gelungen, dass alle Richtungen des großen Flächenlandkreises vertreten sind, genauso wie Unternehmer, Handwerker, Landwirte, sehr viele neue Gesichter aber auch einige erfahrene Persönlichkeiten. „Die Mischung macht´s“, sagte Brendel-Fischer und rief zu einem kreativen Wahlkampf auf.

Angeführt wird die Liste von Klaus Bauer. Ihm folgen:
2. Christa Reinert-Heinz, Weidenberg;
3. Gudrun Brendel-Fischer, Heinersreuth;
4. Markus Täuber, Hollfeld;
5. Sabine Habla, Mistelbach;
6. Franc Dierl, Speichersdorf:
7. Markus Ruckdeschel, Gefrees;
8. Petra Preißinger, Creußen;
9. Michael Lodes, Pegnitz;
10.Stefanie Kolanus, Bindlach;
11. Günter Pöllmann, Mehlmeisel;
12. Hans Kreutzer, Bad Berneck;
13. Thomas Thiem, Waischenfeld;
14. Matthias Roder, Seybothenreuth;
15. Wolfgang Degen, Hollfeld;
16. Simone Kirschner, Heinersreuth;
17. Stephan Zeißler, Gefrees;
18. Birgit Haberberger, Pottenstein;
19. Patrick Meyer, Hummeltal;
20. Werner Lappat, Pegnitz:
21. Heinrich Richter, Mistelgau;
22. Günter Dörfler, Weidenberg;
23. Katrin Lang, Creußen;
24. Hans-Walter Hofmann, Schnabelwaid;
25. Anna Debuday, Ahorntal;
26. Guido Schreiner, Bischofsgrün;
27. Klaus Rieß, Goldkronach;
28. Hans Engelbrecht, Weidenberg;
29. Claus-Dieter Vogel, Eckersdorf;
30. Manfred Vetterl, Pegnitz;
31. Anna-Maria Prechtl, Warmensteinach;
32. Werner Fuchs, Bindlach;
33. Harald Linß, Hollfeld;
34. Andreas Herath, Speichersdorf;
35. Marika Bange, Eckersdorf;
36. Robert Fischer, Bad Berneck;
‚37. Michael Köferl, Fichtelberg;
‚38. Ludwig Bäuerlein, Aufseß;
39. Helmut Dettenhöfer, Pegnitz;
40. Stefanie Hellauer, Bindlach;
41. Peter Liewald, Betzenstein;
42. Wolfgang Baatz, Plankenfels;
43. Florian Eagan, Bindlach;
44. Hildegard Heser, Warmensteinach;
45. Martin Burghart, Mistelgau;
46. Harald Niklas, Pottenstein;
47. Julian Hofmann, Schnabelwaid;
48. Peter Kotzbauer, Pegnitz;
49. Melanie Herrmann, Speichersdorf;
50. Daniela Opitz, Kirchenpingarten;
51. Selina Schrüfer, Waischenfeld;
52. Madeleine Luhzing, Eckersdorf;
53. Christian Rießbeck, Gefrees;
54. Reinhold Schoberth, Ahorntal;
55. Gerhard Steininger, Weidenberg;
56. Daniel Cheler, Warmensteinach;
57. Brigitte May, Waischenfeld;
58. Jutta Failner, Pegnitz; 59.
Sylvia Schatz-Seidel, Gesees;
60. Rainer Dippe, Pegnitz.

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