Bayreuth. Es ist eine echte Erfolgsgeschichte: Die Internationale Junge Orchesterakademie, die zum 25. Mal das Bayreuther Osterfestival veranstaltet hat. Über 3500 junge Musiker aus aller Welt, darunter aus Nordkorea, Israel, Palästina, dem Irak und Iran musizierten Seite an Seite auf höchstem Niveau. Damit leistet die Orchesterakademie seit 25 Jahren einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung. Doch damit nicht genug: Die Akademie bereichert das Kulturleben in der Region, fördert junge Musiker und die Erlöse kommen dank einer Reihe namhafter Sponsoren krebs- und schwerstkranken Kindern zugute. In den 25 Jahren wurden so rund 1,2 Millionen Euro an Institutionen in der Region gespendet.
In Bayreuth wurde das Jubiläum mit einem Festkonzert im Markgräflichen Opernhaus gefeiert. Es war den Organisatoren eine ganz besondere Freude, für das Festkonzert in das Markgräfliche Opernhaus zurückzukehren, das vor der Renovierung regelmäßig der Höhepunkt im Kalender des Festivals war.
Auf der Bühne waren 12 erstklassige Blechbläser versammelt, die mit der Internationalen Jungen Orchesterakademie teilweise schon langjährig verbunden sind. Mehrere Bläser sind ehemalige Mitglieder der Akademie. Auch aktuelle Teilnehmer, die in den Tagen zuvor noch im Orchester Bruckners 4. Symphonie spielten, gestalteten das Konzert mit. Die Leitung lag bei Prof. Erich Rinner, Institutsleiter des Landeskonservatoriums Tirol und Gründungsmitglied des Ensembles Blechschaden. Die über 500 Besucher im ausverkauften Opernhaus bejubelten die jungen Musiker für ihre Leistungen mit langanhaltendem Applaus und forderten nicht weniger als vier Zugaben.
Bereits einige Tage zuvor begeisterte unter anderem das Jazz Trio Lammel Lauer Bornstein bei der traditionellen Jazz Night im Motor Nützel Zentrum Bayreuth. Die drei jungen Musiker Andreas Lammel am Piano, Florian Lauer an den Drums und Rene Bornstein am Kontrabass verlangten ihren Instrumenten einiges ab. Sie schafften einen Spannungsbogen, der sich in großen, sich zwingend steigernden Wellen auf und ab bewegte. Dass die drei Musiker jeweils Meister ihres Instrumentes sind, steht außer Frage, das Besondere, das dieses Trio auszeichnet, ist jedoch die ständige Kommunikation, das intuitive Eingehen aufeinander. Sie treiben sich gegenseitig an, stehen in ständigem Kontakt und lassen sich gegenseitig Raum und die Möglichkeiten, sich zu entfalten. Das aufmerksame Publikum ließ sich gerne darauf ein und folgte den leidenschaftlichen Musikern auf neue Wege.
In der Pause konnte man dazu fränkische Leckereien und Getränke von Maisel’s Catering genießen. Andreas Rempe, Betriebsleiter des Motor Nützel Audi Zentrum Bayreuth begrüßte das Publikum und bedankte sich bei den Mitarbeitern von Motor Nützel, die in kürzester Zeit aus dem Verkaufsraum des Audi Zentrums einen einladenden Konzertraum geschaffen haben.
Angetan vom großen Engagement der Internationalen Jungen Orchesterakademie und dem großen Einsatz ihres Gründers und Leiters Professor Dr. Ulrich Schubert zeigte sich Dr. Silke Launert. Sie hatte beide Konzerte besucht und sprach von absolut hochkarätigen Veranstaltungen. Große Freude herrschte bei Launert auch über die Rückkehr ins Markgräfliche Opernhaus vor: „Dieses Opernhaus verdient tolle Musiker und ein kulturelles Aufblühen“, sagte sie.

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