Berlin. Gleich zwei Gruppen aus der Region konnte Dr. Silke Launert am Rande der Grünen Woche in Berlin willkommen heißen. Zum einen war eine stattliche Delegation der Landjugend mit ihrem Bezirksvorsitzenden Max Raimund aus Creußen in die Bundeshauptstadt gekommen, zum anderen eine Besuchergruppe aus dem Wahlkreis, die auf Einladung der Abgeordneten einige Tage in Berlin verbrachte.
In einer Diskussionsrunde der Gruppe aus dem Wahlkreis mit Dr. Silke Launert ging es vor allem um ihre Arbeitsalltag als Bundestagsabgeordnete und um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf als Politikerin. Zum Besuchsprogramm gehörten unter anderem eine Stadtrundfahrt, die Besichtigung des Plenarsaals und ein Vortrag über Aufgaben und Arbeit des Parlaments, der Besuch der Kuppel des Reichstagsgebäudes sowie ein Informationsgespräch im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
Ganz besonders freuen konnte sich die oberfränkische Landjugend. Sie wurde auf der Grünen Woche für ihre neue Landjugend-App mit dem nach dem langjährigen BDL-Vorsitzenden und schleswig-holsteinischen Landwirtschaftsminister Ernst Engelbrecht-Greve benannte Preis ausgezeichnet. Mit der App können sich alle Interessierten die vielfältigen Veranstaltungen auf dem Land digital, schnell, jugendgerecht und überregional aufs Handy holen. Dafür hat die Landjugend nicht nur den Schulterschluss mit den konfessionellen Landjugendverbänden gesucht, sondern schon bei der Entwicklung auf die Übertragbarkeit auf andere Bundesländer gedacht. So habe die Landjugend-App das Zeug dazu, junge Menschen orts-, verbands- und religionsübergreifend zu verbinden, und niederschwellig Beteiligung möglich zu machen.
„Wir setzen mit unserer App deutschlandweit ein Zeichen für Digitalisierung und Vernetzung in der Landjugend. Das dieses Engagement am Wochenende durch die Verleihung des Ernst-Engelbrecht-Greve-Preises anerkannt wird, freut und motiviert uns besonders.“, kommentiert Max Raimund, Bezirksvorsitzender des Landjugend-Bezirksverbandes Oberfranken die Auszeichnung.
Die Grüne Woche gilt als weltgrößte Messe der Agrar- und Ernährungswirtschaft. Die Bayernhalle steht diesmal unter dem Motto „Bayern ein Genuss“. Zur Eröffnung des traditionellen Bayerntags haben Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber und Bundesagrarministerin Julia Klöckner an der Profi-Grillstation in der großen Bayernhalle kräftig die Werbetrommel für heimisches Premiumfleisch gerührt. „Wir wollen nicht nur Appetit auf die hochwertigen Erzeugnisse unserer Landwirte und Metzger machen, sondern die Besucher auch über ihre sorgfältige Herstellung informieren“, sagte Kaniber. Gerade in der stärkeren Ausrichtung auf Premium-Produkte und besondere Spezialitäten sieht die Ministerin für die bayerische Land- und Ernährungswirtschaft noch ein großes Potenzial. Ziel müsse es sein, die Erzeuger noch besser mit Tourismus und Gastronomie zu vernetzen. Mit Aktionen wie der auf der Grünen Woche soll zudem das Bewusstsein der Verbraucher für heimische Lebensmittel geschärft werden.
Um die Genuss-Kompetenz des Spezialitätenlands Bayern zu unterstreichen, werden auf der Sonderfläche in der 2.300 Quadratmeter großen Bayernhalle auch 100 bayerische Genussorte präsentiert. Zudem führen rund 40 Schmankerl- und Spezialitätenhersteller aus allen Regionen des Freistaats sowie 15 regionale Tourismusverbände und Anbietergemeinschaften von „Urlaub auf dem Bauernhof“ die große Vielfalt an Genüssen Bayerns vor Augen. Und im zünftigen Biergarten zeigen 50 Musik- und Trachtengruppen mit mehr als 1.000 Mitwirkenden, wie im Freistaat musiziert, getanzt und gefeiert wird. „Wir wollen den Besuchern der Grünen Woche so richtig Lust machen auf eine Entdeckungsreise nach Bayern, um unsere kulinarischen und kulturellen Schätze vor Ort zu genießen“, so Kaniber.
Einer der traditionellen Höhepunkte in der Bayernhalle war der Oberfrankentag mit zahlreichen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Auf der stark frequentierten Bühne spielen unter anderem die Musikfreunde Kupferberg und es tanzten die Kulmbacher Büttner. Am Stand selbst wurden die Gäste mit zünftiger Akkordeonmusik von Siggi Stadter und oberfränkischen Köstlichkeiten verwöhnt.
„Regionalität“ schmeckt den Verbrauchern und kommt besonders gut beim Publikum an. Ob mit Edelbränden aus dem Fichtelgebirge, Wildsalami aus dem Frankenwald, Bier aus der Fränkischen Schweiz oder der einzigartigen Hofer Rindfleischwurst – es galt, die Qualität und die Vielfalt Oberfrankens in Berlin einem globalen Publikum bekannt zu machen. Königlichen Beistand erhielten die Aussteller durch die Oberfränkische Bierkönigin Christina Pollnick, die Kirschenkönigin Sandra I. und die Kohlenhofprinzessin Paula I.

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