Berlin/Bayreuth. Insgesamt fast 20 Millionen Euro für die kommenden fünf Jahre stellt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales für das Programm mit dem Namen „Innovative Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben – rehapro“ zur Verfügung. Ein Teil des Geldes fließt dabei auch nach Bayreuth. Neben den Deutschen Rentenversicherungen Bayern-Süd, Berlin-Brandenburg, Hessen, Mitteldeutschland, Rheinland-Pfalz, Saarland und Schwaben werden davon auch die Mitglieder der Deutschen Rentenversicherung Nordbayern profitieren, die ihren Sitz in Bayreuth hat. Das teilt die Bayreuther Bundestagsabgeordnete Dr. Silke Launert (CSU) mit. Mit dem Geld soll das Modellprojekt „Bedarfsermittlung und Leistungserbringung wie aus einer Hand“ finanziert werden.
Das Bundesprogramm soll den Rentenversicherungsträgern die Möglichkeit geben, über einen längeren Zeitraum neue Ansätze zur Unterstützung von Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen zu erproben. Die Erkenntnisse aus den Modellprojekten sollen helfen, erfolgreiche Beispiele zu identifizieren und dann auch flächendeckend umzusetzen. Langfristiges Ziel ist es, die Zugangszahlen in die Erwerbsminderungsrente und in die Eingliederungshilfe zu senken.
„Das ist auch ein zentrales Anliegen des Bundesteilhabegesetzes“, erläutert Launert. „Unser Ziel ist es, die Erwerbsfähigkeit von Menschen mit Behinderungen und von Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen zu sichern und – wo immer möglich – auch neue Beschäftigungschancen zu eröffnen.“
Konkret geht es in dem Bundesprogramm darum, durch die Erprobung von innovativen Leistungen und organisatorischen Maßnahmen Erkenntnisse zu gewinnen, wie die Erwerbsfähigkeit von Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen noch besser erhalten beziehungsweise wiederhergestellt werden kann. Auch die Zusammenarbeit der Akteure im Bereich der medizinischen und beruflichen Rehabilitation soll weiter verbessert und der Zugang in die Erwerbsminderungsrente und die Eingliederungs- oder Sozialhilfe nachhaltig gesenkt werden.
Das Modellprojekt „Bedarfsermittlung und Leistungserbringung wie aus einer Hand“ sieht die individuelle Betreuung und Beratung von Betroffenen durch feste Ansprechpartner („Fallmanager“) vor. Sie sollen dabei als „professionelle Lotsen“ im Gesundheits- und Reha-System fungieren.

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