Bayreuth. Mit Bedauern hat die Bayreuther Bundestagsabgeordnete und Bayreuther CSU-Kreisvorsitzende auf die jüngste Entwicklung bei dem Zigarettenhersteller British American Tobacco reagiert. Mit der Schließung der Forschungs- und Entwicklungsabteilung sollen dort zahlreiche Stellen wegfallen.
„Das ist ein harter Schlag für die betroffenen Beschäftigten“, sagte Launert. Aufgrund der immer wieder diskutierten Tabakwerbeverbote ziehe sich BAT offensichtlich zunehmend aus Deutschland zurück. Es geht nun darum, den Beschäftigten und dem Betriebsrat den Rücken zu stärken und auf gute Regelungen zu pochen.
„Ich glaube nicht, dass sich ein internationaler Konzern von Bayreuther Politikern umstimmen lässt“, so die Abgeordnete. Als ganz wichtig betrachtet es Launert nun, zügig in Verhandlungen in Bezug auf die Grundstücksflächen im Bayreuther Industriegebiet Nord einzutreten. „Jetzt müsse es darum gehen, in die Zukunft zu investieren.“
Von einer schlechten Nachricht für Bayreuth sprach Bürgermeister Thomas Ebersberger. „Mit dem angekündigtem Rückzug fallen viele hochqualifizierte Arbeitsplätze weg, die wir gerade mit Blick auf die Universität sehr gerne in Bayreuth gehalten hätten.“ Ebersberger hält die Entscheidung von British American Tobacco, Kapazitäten abzubauen und in andere Länder zu verlagern aber auch für nachvollziehbar, vor allem vor dem Hintergrund, dass immer weniger geraucht wird. Jetzt gehe es darum, zusammen mit dem Konzern zu klären, wie es mit dem Standort insgesamt weitergehen soll.
Auch CSU-Fraktionsvorsitzender Dr. Stefan Specht richtet den Blick nach vorne. Ein jammervoller Blick zurück nütze nun niemandem. Stattdessen sollte es nun aus kommunaler Sicht darum gehen, für die betreffenden Grundstücke eine möglichst sinnvolle Nachnutzung zu finden. Die Stadt Bayreuth habe ohnehin einen erheblichen Mangel an verwertbaren Gewerbeflächen. „Wir müssen zusammen mit der BAT das Beste aus der Situation machen und ein geeignetes Nachnutzungskonzept finden.“

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