Muslimische Schülerinnen können zum Schwimmunterricht verpflichtet werden – richtiges Signal des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte

· Pressemitteilung · ·

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat gestern entschieden, dass muslimische Eltern ihre Töchter nicht vom Schwimmunterricht befreien lassen können. Dazu erklärt die oberfränkische Bundestagsabgeordnete Dr. Silke Launert, Mitglied des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und Bezirksvorsitzende der Frauen-Union Oberfranken:

„Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat gestern bestätigt, was das Bundesverwaltungsgericht bereits 2013 festgestellt hat und damit hierzulande schon Rechtsprechung ist: Die Teilnahme muslimischer Mädchen am gemeinsamen Schwimmunterricht mit Jungen kann zugemutet werden. Mit diesem Urteil setzen die Straßburger Richter nun auch auf europäischer Ebene ein wichtiges Signal.

Es ist richtig, hier eine Einschränkung der Religionsfreiheit zugunsten der Integration zuzulassen. Der Sportunterricht gehört zur Schule wie andere Unterrichtsfächer auch. Und die Schule spielt nun einmal eine ganz besondere Rolle bei der sozialen Integration, insbesondere bei Kindern mit Migrationshintergrund. Sie vermittelt unsere Werte und Gebräuche und kommt damit ihrem staatlichen und durchaus berechtigten Lehr- und Erziehungsauftrag nach.“

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag