Bayreuth. In Oberfranken sind die Übernachtungszahlen schon zum vierten Mal in Folge angestiegen: Wie die Bezirksvorsitzende des Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) Andrea Luger beim Neujahrsempfang in Bayreuth bekannt gab, waren die Übernachtungen um 2,1 Prozent angestiegen. In absoluten Zahlen bedeutet dies über fünf Millionen Übernachtungen im zurückliegenden Jahr. Die Bettenauslastung habe bei 40,3 Prozent gelegen, die durchschnittliche Aufenthaltsdauer bei 2,4 Tagen. In Gesamtbayern lag das Übernachtungsplus sogar bei 4,7 Prozent.
Allerdings habe es in Oberfranken regional deutlich Unterschiede gegeben, sagte Luger. So gingen die Übernachtungen in Coburg (minus 5,7 Prozent) und Hof (minus 0,7) zurück, während sie in Bamberg (plus 3,8) und Bayreuth (plus 4,5) deutlich zulegten. Bei den Ferienregionen fiel Coburg-Rennsteig um 3,1 Prozent zurück. Zuwächse gab es im Frankenwald (3,4 Prozent), dem Fichtelgebirge (3,0), der Fränkischen Schweiz (2,1) und der Region Obermain-Jura (1,3).
Als größtes Problem für die Branche bezeichnete Luger den Mangel an Fach- und Hilfskräften. „Unsere Dienstleistungsbranche ist unglaublich arbeitsintensiv“, sagte Luger. Die Folge sei, dass viele Betriebe bereits die Öffnungszeiten reduziert oder zusätzliche Ruhetage eingeführt hätten. Die Betriebe müssten aber auch selber etwas tun. Zwar habe der Rückgang an Auszubildenden in Oberfranken um 51 auf momentan 496 auch mit dem Trend zum Studium und der demografischen Entwicklung zu tun. Ausbildung müsse trotzdem Chefsache sein, so die Vorsitzende. Auszubildende dürften nicht als reiner Kostenfaktor gesehen, sondern als Zukunft der gesamten Branche. Luger: „Wer jetzt nicht ausbildet, der braucht sich morgen nicht über mangelndes Personal zu beschweren“.

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