Kassel / Bayreuth. Den Beginn der Sommerpause hatte Dr. Silke Launert gleich genutzt, um auf Einladung des Präsidenten Uwe Sieber die Direktion der Bundesbereitschaftspolizei zu besuchen und sich dort über die Arbeit zu informieren.
Vor Ort stellte die Direktion der Abgeordneten die Aufgaben und die Struktur der Bundesbereitschaftspolizei vor. In Bayern ist die Bundespolizei mit Abteilungen in Bayreuth und Deggendorf sowie mit einer Direktion in München vertreten. Bei dem Besuch in Kassel hatten die Verantwortlichen auch mehrere praktische Vorführungen durch Bayreuther Bundespolizisten organisiert, um die Abgeordnete mit der Arbeit der Bundespolizei vertraut zu machen. Dazu gehörte beispielsweise die Festsetzung von geflüchteten Terroristen nach einem Anschlag. Bundespolizisten führten außerdem live die Funktionsweise eines Wasserwerfers vor.
Auftrag der Bundespolizei ist es, im System der inneren Sicherheit umfangreiche und vielfältige polizeiliche Aufgaben wahrzunehmen. Dazu gehören insbesondere die Bereiche Grenzschutz, Bahnpolizei und Luftsicherheit. Mit rund 41 000 Beschäftigten, von denen mehr als 30 000 Polizeivollzugsbeamte sind, ist die Bundespolizei eine bundesweit verfügbare Polizei von hohem Einsatzwert. Sie ist an über hundert Standorten vertreten und an allen wichtigen Verkehrsinfrastrukturpunkten in Deutschland präsent. Dadurch kann die Bundespolizei flexibel auf alle Großlagen reagieren und ihre polizeilichen Aufgaben in ganz Deutschland erfüllen. Somit leistet die Bundespolizei einen wichtigen Beitrag für den Erhalt der inneren Sicherheit in der Bundesrepublik Deutschland.
Innerhalb der Bundespolizei ist die Bundesbereitschaftspolizei mit 5712 Polizeivollzugsbeamten und 906 Verwaltungsbeamten und Tarifbeschäftigten die personalstärkste Direktion. Ihr Auftrag ist es, die Bundespolizeidirektionen, das Bundeskriminalamt, die Bundeszollverwaltung sowie die Polizeien der Länder mit Einsatzleistungen zu unterstützen.
Bei dem Besuch ging es auch um die personelle Verstärkung für den Standort Bayreuth. Hier ist auf die entscheidende Initiative von Dr Silke Launert hin bis 2023/2024 die Einrichtung einer zweiten „Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit plus“ (BFE-plus) vorgesehen. Deren Aufgabe ist es, die Reaktions- und Durchhaltefähigkeit der Bundespolizei im Falle eines terroristischen Anschlags zu erhöhen, womit sie unmittelbar unterhalb der GSG 9 angesiedelt ist. Sollte der Bund in den kommenden Jahren weitere Stellen für die Bundespolizei beschließen, dann soll Bayreuth außerdem mit einer weiteren Hundertschaft dabei sein, dafür warb die Abgeordnete.

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