Berlin. Anlässlich der vom Bundestag beschlossenen Anhebung der Betreuer- und Vormündervergütung erklärt die Bayreuther Bundestagsabgeordnete und Obfrau im Familienausschuss Dr. Silke Launert:
„Verständlicherweise möchte man sich lieber nicht damit auseinandersetzen. Aber Fakt ist: Jeder kann zum Betreuungsfall werden. Umso wichtiger ist es, dass der Staat die Voraussetzungen für eine gute Betreuung schafft und es den Betroffenen so möglich ist, trotz ihrer Einschränkungen ein weitgehend selbstbestimmtes Leben zu führen. Ich begrüße es daher sehr, dass der Bundestag in seiner gestrigen Sitzung beschlossen hat, die Betreuer- und Vormündervergütung um durchschnittlich 17 Prozent zu erhöhen. Der Fachkräftemangel macht sich auch in diesem Berufsfeld deutlich bemerkbar. Bereits in der letzten Legislaturperiode hat der Bundestag die Problematik erkannt und eine Anhebung der seit 2005 nicht mehr erhöhten Vergütung beschlossen. Leider konnte der Beschluss dann aber nicht umgesetzt werden, da er im Bundesrat blockiert wurde. Jetzt sind wir dieses wichtige Thema ein zweites Mal angegangen. Nun liegt es abermals am Bundesrat, den Weg für diese unerlässliche Reform freizumachen. Eine weitere Blockade wäre weder nachvollziehbar noch vermittelbar.“

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