Bayreuth. „Die Wertschätzung für die Polizistinnen und Polizisten des Bundes, aber auch der Bayerischen Polizei, beziehungsweise der Beschäftigten in der Justiz sollte selbstverständlich sein“, das hat Dr. Silke in ihrem Grußwort beim Jahresempfang der Bundespolizei in Bayreuth herausgestellt. „Die Beamten riskieren zum Teil ihr Leben, um andere zu schützen“, beklagte Launert Hass und Beschimpfungen gegen Polizistinnen und Polizisten.
Bei dem Empfang hatte Polizeihauptkommissar Ralf Krüger, stellvertretender Leiter der Bundespolizei-Akademie, erläutert, wie es möglich ist, kriminelle Absichten eines potentiellen Täters zu erkennen. So beobachteten Leibwächter stets die Szene um eine bedrohte Person ganz genau, um nach abweichendem Verhalten von potentiellen Störern Ausschau zu halten. Geheimdienstler und Polizisten würden in Gesichtserkennung ausgebildet, sie lernten, Mimik und Gestik zu entschlüsseln, denn unbewusste Verhaltensweisen könne der Mensch gar nicht überspielen.
Die Körpersprache verrate, dass sich eine Person abweichend verhält, sagte Krüger. Der Analyse ihres Verhaltens könnten selbst gute Schauspieler nicht entrinnen, denn auch Trainierte unterlägen der Macht des Unterbewusstseins. „Wir alle wollen keinen Überwachungsstaat und keinen Generalverdacht gegen die Bürger haben“, so Krüger. Doch er zitiert EX-FBI-Chef Robert Mueller: „Es ist in der Polizeiarbeit besser, wenn wir Dinge vorhersehen und geradezu um die Ecke schauen können.“

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