Bayreuth. „Die Gesellenprüfung ist nur ein Etappenziel der Tour des Arbeitslebens. Doch diesen ersten Abschnitt haben Sie ganz hervorragend gemeistert.“ So beglückwünschte der Präsident der Handwerkskammer für Oberfranken, Thomas Zimmer, insgesamt 52 junge Handwerkerinnen und Handwerker, die ihre Abschlussprüfung 2018 als Beste ihres Gewerkes im Kammerbezirk absolviert haben. Die Kammersiegerinnen und Kammersieger wurden bei der Abschlussfeier des Leistungswettbewerbs des deutschen Handwerks von der Handwerkskammer für Oberfranken ausgezeichnet. Unter ihnen waren auch die elf oberfränkischen Gesellinnen und Gesellen, die den Landessieg bzw. sogar den Bundessieg erreicht haben.
Die Ehrung der Kammersiegerinnen und Kammersieger bildet an der Handwerkskammer immer den Abschluss des Leistungswettbewerbes des vergangenen Abschlussjahrgangs. „Es ist uns wichtig, unseren erfolgreichen Nachwuchs entsprechend auszuzeichnen und damit zu würdigen“, betonte Thomas Zimmer. Denn diese Würdigung mache die guten Leistungen, die in der beruflichen Bildung erbracht würden, für einen größeren Kreis sichtbar. „Das hilft uns und unseren Betrieben und steigert die Wahrnehmung und Wertschätzung der beruflichen Bildung.“ Wie hoch diese bereits ist, zeigt die große Anzahl an Ehrengästen aus Politik, der oberfränkischen Schullandschaft, der Wirtschaft, von Gewerkschaften und Kirchen, die – neben dem Handwerkernachwuchs und dessen Angehörigen – bei der Abschlussfeier im Arvena Kongress Hotel in Bayreuth dabei waren. Auch Dr. Silke Launert war zu der Feierstunde gekommen, um den jungen Leuten alles Gute für ihren weiteren Lebensweg zu wünschen.
Der Präsident der HWK für Oberfranken ging in seiner Festrede bewusst auf die Wahrnehmung der beruflichen Bildung und des Handwerks ein. Er betonte, dass das Handwerk ein starkes Stück der oberfränkischen Wirtschaft und ein wesentlicher Motor der Region sei, dass es attraktive Arbeitsplätze biete und allerbeste Beschäftigungs- und Karrierechancen. Er nahm die Kammersiegerinnen und Kammersieger aber auch ein Stück weit in die Pflicht. „Nach dem Lernen ist vor dem Lernen. Nutzen Sie die vielen Möglichkeiten zur Weiterbildung und Qualifizierung, die Ihnen geboten werden.“ Denn ein Arbeitsleben habe eben viele Etappen, die es erfolgreich zu bewältigen gelte.
Die beiden Bundessieger und damit „deutsche Meister“ in ihrem Gewerk, Sebastian Dippold (Brauer) und Tim Hocker (Seiler), sowie die Landessiegerin Nadja Jänisch (Augenoptikerin) und die Landessieger Stefan Kühnl (Klempner), Tobias Schmäling (Schneidwerkzeugmechaniker) und Tobias Sieber (Zweiradmechatroniker Fahrradtechnik) wurden mit Laudationes besonders gewürdigt, ehe alle Kammersiegerinnen und Kammersieger ihre Urkunden und Präsente erhielten.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag