Bayreuth. Jetzt ist es offiziell: Thomas Ebersberger ist der Oberbürgermeisterkandidat der CSU bei den Kommunalwahlen im März 2020. Der 62-jährige Rechtsanwalt und 2. Bürgermeister der Stadt wurde bei der Kreishauptversammlung seiner Partei in der Sudpfanne mit über 97 Prozent der Stimmen gewählt. Als Ziel nannte er in seiner Bewerbungsrede eine familienfreundliche, liebens- und lebenswerte Stadt. „Es muss sich manches ändern, damit es in Bayreuth gut bleibt“, sagte Ebersberger.
Vorgeschlagen hatte den Kandidaten die Vorsitzende des Bayreuther Kreisverbandes, die Bundestagsabgeordnete Dr. Sike Launert. Sie bezeichnete Eberberger als „erfahren, engagiert und echt“. Er sei keiner, der sich in den Vordergrund drängelt oder der polarisiert. Ebersberger sei vielmehr eine Persönlichkeit, die etwas geleistet habe, die Erfahrung besitze und sich als Teil eines Teams begreift.
Stefan Specht, Stadtrat, Bezirksrat und stellvertretender Bezirkstagspräsident unterstrich für die Stadtratsfraktion die Unterstützung für Ebersberger. Er hob dessen hohes Maß an kommunalpolitischer Erfahrung hervor. Nach acht Jahren politischen Stillstand werde Ebersberger nötiger denn je gebraucht, sagte Specht und nannte eine ganze Reihe von aktuellen Herausforderungen, die vom Abzug des Zigarettenherstellers BAT über die Fertigstellung des Friedrichsforums und die Festspielhaussanierung bis hin zur Wohnraumproblematik reichen.

Die kommunalpolitischen Entwicklungen hätten ihn zu der Bereitschaft veranlasst, dass er von 2020 bis 2026 die Geschicke der Stadt leiten möchte, sagte Thomas Ebersberger. Die Stadt habe Möglichkeiten wie noch nie, allerdings werde auch so wenig wie noch nie umgesetzt. Als Beispiele für den aktuellen Investitionsstau nannte er die dringende Sanierung von Schulen, der Berufsschule I., des Richard-Wagner-Gymnasiums, des Wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasiums, der Graserschule oder der Realschule I. Neue Baugebiete würden zu langsam umgesetzt, ein mutiger Klinikum-Neubau unterbleibe und beim Klimaschutz würden eher Feigenblätter verteilt, als Lösungen erarbeitet. „Sorgen wir gemeinsam dafür, dass es Bayreuth gut geht“, so der OB-Kandidat.
Thomas Ebersberger gehört dem Bayreuther Stadtrat bereits seit 1984 an. Er ist Wirtschaftsjurist und Fachanwalt für Familien. Im Stadtrat bekleidet er das Amt des Fraktionsvorsitzenden und seit 17 Jahren das Amt des 2. Bürgermeisters. Eberberger wurde in Bayreuth geboren, ist hier zur Schule gegangen und hatte an der Universität studiert. Die Stadt Bayreuth ist auch Sitz seiner Kanzlei.
Mit 109 von 113 möglichen Stimmen wurde auch die Kandidatenliste für die Stadtratswahl angenommen. Nach Thomas Ebersberger auf Platz 1 folgen auf den weiteren ersten Plätzen die Unternehmerin Stephanie Anna Kollmer, Rechtsanwalt Stefan Specht, der Doktorand Manuel Brinkmann, die Graphikdesignerin Ingrid Heinritzi-Martin, der Kriminalbeamte Mirko Matros, Sportmanagement-Professor Dr. Christopher Huth, die Bundestagsabgeordnete Dr. Silke Launert, der Unternehmer Christian Wedlich und Bankkauffrau Jutta Bühl.
Jüngste Kandidatin ist auf Platz 25 die Studentin Silvana Mangold mit 20 Jahren, älteste Kandidatin ist mit 80 Jahren die frühere Versicherungskauffrau Brigitte Holhlbach-Jenzen auf Platz 34. Den Abschluss der Liste bildet auf Platz 44 Altoberbürgermeister Dr. Michael Hohl.

Die Stadtratskandidaten der CSU:
1. Thomas Ebersberger (62)
2. Stephanie Anna Kollmer (47)
3. Stefan Specht (58)
4. Manuel Brinkmann (29)
5. Ingrid Heinritzi-Martin 65
6. Mirko Matros (48)
7. Prof. Dr. Christopher Huth (38)
8. Dr. Silke Launert (42)
9. Christian Wedlich 52)
10. Jutta Bühl (38)
11. Franz-Peter Wild (52)
12. Martin Popp (47)
13. Heidi Sandner (36)
14. Robert Eichler (45)
15. Helmut Parzen (52)
16. Barbara Grüninger-Frost (53)
17. Klaus Klötzer (72)
18. Bettina Angerer (48)
19. Sebastian Machnitzke (40)
20. Mavie Schäfer (55)
21. Richard Augustin (54)
22. Peter Kilian-Platz (29)
23. Michael Guthe (43)
24. Robert Krieger (57)
25. Silvana Mangold (20)
26. Matthias Unger (53)
27. Prof. Dr. Walter Wagner (68)
28. Julia Rogler (31)
29. Michael Benda (37)
30. Werner Grüninger (79)
31. Brigitte Wolf (54)
32. Lucas Lauterbach (27)
33. Jörg Fronzke (52)
34. Brigitte Hohlbach-Jenzen (80)
35. Florian Lassen (36)
36. Jürgen Bauer (56)
37. Claudia Ebert (62)
38. Claus Müller (65)
39. Dr. Jürgen Hornig (60)
40. Dr. Herta Ziegler (58)
41. Jan Röder (36)
42. Michael Eckstein (66)
43. Evren Yildirim (36)
44. Dr. Michael Hohl 59)

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