Bayreuth. Der Bundespolizei-Standort Bayreuth steht entgegen mancher Ängste und Befürchtungen nicht zur Debatte. Im Gegenteil: die Einrichtung an der Christian-Ritter-von-Popp-Straße kann sogar mit einer personellen Aufwertung rechnen. Das haben die Bayreuther Bundestagsabgeordnete Dr. Silke Launert und Abteilungsführer Dieter Hader am Dienstag bekannt gegeben.
Perspektivisch ist bis 2023/2024 die Einrichtung einer zweiten, gleich starken „Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit plus“ vorgesehen, so Launert nach eine Gespräch mit Bundespolizeipräsident Dieter Romann. Perspektivisch bedeute in diesem Zusammenhang, dass sich die Finanzplanung des Bundes nicht grundlegend ändern darf. Aufgabe der BFE-plus-Einheit ist es, die Reaktions- und Durchhaltefähigkeit der Bundespolizei im Falle eines terroristischen Anschlags zu erhöhen. Damit ist sie laut Abteilungsführer Hader ein zusätzlicher Baustein zur Terrorismusbekämpfung und unmittelbar unterhalb der GSG 9 angesiedelt. Bundesweit gibt es fünf BFE-plus-Standorte, neben Bayreuth wurden in Sankt Augustin (Nordrhein-Westfalen), Hünfeld (Hessen), Uelzen (Niedersachsen) und Blumberg (Baden-Württemberg) derartige Einheiten eingerichtet.
Außerdem werden am Standort Bayreuth 56 derzeit freie Dienstposten fortlaufend mit geeigneten Laufbahnabgängern nach Ausbildungsende in den kommenden beiden Jahren nachbesetzt. Auch dies sei von großer Bedeutung, denn die Arbeitsbelastung habe erheblich zugenommen, so Hader.

„Damit ist der Bundespolizei-Standort Bayreuth ungefährdet und sicher“, sagte die Angeordnete Dr. Launert. Bayreuth liege absolut zentral und unmittelbar an der Bundesautobahn A9. Die Bayreuther Bundespolizisten seien an allen wesentlichen Einsätzen der zurückliegenden Jahre beteiligt gewesen, trotzdem habe Bayreuth nur zwei, fast alle anderen Bundespolizeistandorte hätten mindestens drei Einsatzhundertschaften.
Von einem Meilenstein für Bayreuth sprach Abteilungsführer Hader. „Die Bemühungen von Frau Dr. Launert für eine personelle Stärkung der Bundespolizeiabteilung Bayreuth haben sich gelohnt“, so Hader, der ausdrücklich das hohe persönliche Engagement der Parlamentarierin würdigte. Er sprach von einem guten Signal für alle Dienstposten und Beschäftigten. Quantitativ wäre eine weitere Hundertschaft zwar mehr gewesen, qualitativ aber sei die BFE+ höher angesiedelt, schließlich handle es sich hier um echte Spezialisten für polizeiliche Sonderlagen.
Sollte der Bund in den kommenden Jahren weitere Stellen für die Bundespolizei beschließen, dann soll Bayreuth trotzdem mit einer weiteren Hundertschaft dabei sein, sind sich Launert und Hader einig. Launert sagte deshalb zu, auch künftig am Ball zu bleiben und sich für den Standort stark zu machen.
Der Bundespolizeistandort Bayreuth hat nach den Worten seines Abteilungsführers aktuell 573 Dienstposten, 513 davon sind Polizeivollzugsbeamte, 60 Personen arbeiten in der Verwaltung.

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