Bayreuth. Eine positive Bilanz hat der Kreisverband Bayreuth des Bayerischen Roten Kreuzes für das zurückliegende Jahr gezogen. Vorsitzender Peter Maisel berichtete beim Jahresempfang von insgesamt über 35000 Einsätze und mehr als 150000 Einsatz-Stunden von Ehrenamtlichen. „Und das in Zeiten, in denen sich immer weniger Menschen ehrenamtlich engagieren“, sagte Maisel.
Das BRK Bayreuth zählte im zurückliegenden Jahr 630 hauptamtliche Mitarbeiter, rund 2500 Freiwillige und über 9000 Fördermitglieder, so Kreisgeschäftsführer Peter Herzing. Aktuell arbeiten knapp 700 Menschen hauptamtlich für das Rote Kreuz. 1,25 Millionen flossen in Anschaffungen für das Ehrenamt.
Meilensteine im zurückliegenden Jahr waren die Einweihung des neuen Katastrophenschutzzentrums und der Rettungswache Bayreuth-Süd. Rund eine Million Euro kostete der neue Stützpunkt am Pfaffenfleck. Die Lage an der A 9 sei günstig, weil Einsatzorte im Süden schneller zu erreichen sind.
Weitere 1,8 Millionen Euro wurden für das BRK-Zentrum in Pegnitz investiert, das auf über 700 Quadratmetern Platz für die Bereitschaft, die Wasserwacht und das Jugendrotkreuz bietet. Übernommen hatte der Kreisverband auch die Tagespflege von Senivita in Gefrees. Dort wurde ein Stützpunkt der Sozialstation Bayreuth aufgebaut.
Als weiteren Meilenstein bezeichnete Kreisgeschäftsführer Herzing das neue Erste-Hilfe-Kurz-Konzept mit dem Namen „Lebensretter 112“. Das Programm soll in erster Linie einmal erworbene Kenntnisse auffrischen, wobei der Kurs gerade einmal 112 Minuten dauert. Das Seminar soll nach den Worten von Projektleiter Markus Ruckdeschel künftig landesweit auch in anderen Verbänden nach Bayreuther Vorgaben angewandt werden. Unter anderem sei im September ein Ausflug des Kreisverbandes in den Bundestag geplant, um dort Lebensretter zu schulen. Bei Dr. Silke Launert bedankte sich der Kreisverband ganz besonders dafür, dass sie die Schirmherrschaft über das Projekt „Lebensretter 112“ übernommen hatte.

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