Berlin. Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe des Richard-Wagner-Gymnasiums Bayreuth haben Dr. Silke Launert in Berlin besucht und sich dabei ein Bild vom Arbeitsalltag der Bundestagsabgeordneten gemacht.
In einer Diskussionsrunde ging es unter anderem um die Bedeutung des Buchstabens „C“ im Namen von CSU und CDU. Für sie sei der Glaube an Gott sehr wichtig, sagte Launert. Sie sei Anhängerin der Verantwortungsethik und vertrete diese auch als Mitglied der Kammer für Migration und Integration bei der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD). Verantwortungsethik bedeute dabei, bei Entscheidungen zwischen Handlungsalternativen die tatsächlichen Ergebnisse und deren Verantwortbarkeit in den Vordergrund stellen. In diesem Zusammenhang stellte Launert auch klar, dass Sozialleistungen bei Unionsgeführten Regierungen stets höher waren.
Außerdem ging es in der Diskussion um das Werbeverbot für Abtreibungen. Sie persönlich sei keine Abtreibungsgegnerin, sagte Launert, Werbungen für Schwangerschaftsabbrüche dürfe es aber nicht geben. Darüber hinaus waren die Themen Fraktionszwang und Fraktionsdisziplin Gegenstand der Diskussion. Launert verwies darauf, dass es verständlich sei, dass man von Seiten der Fraktionsspitze versuche, politisch eine gemeinsame Linie nach außen zu vertreten. Letztlich bleibe aber jeder Abgeordnete - vor dem Hintergrund der Erfahrungen in der NS-Diktatur - nur dem eigenen Gewissen unterworfen und sei daher in seinen Entscheidungen frei.

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