Forchheim. Einen ganzen Tag lang hat Dr. Silke Launert im Landkreis Forchheim wichtige Gespräche geführt. Im Mittelpunkt stand dabei ein Treffen mit Gregor Scheller, dem Vorstandsvorsitzenden der Volksbank Forchheim und Bezirkspräsidenten des Genossenschaftsverbandes Oberfranken. Neben aktuellen Entwicklungen und bundespolitischen Themen ging es dabei besonders um Fragen der Bankenregulierung, um steuerpolitische Angelegenheiten sowie um generelle Möglichkeiten für Bürger, sich Eigentum aufzubauen. Auch die mögliche Unterstützung von StartUps war ein Thema.
Am Nachmittag standen dann verschiedene Bürgergespräche auf dem Programm. Dabei ging es unter anderem um die gesundheitliche Versorgung vor Ort sowie bei einem Treffen mit der 1. Bürgermeisterin Gisela Schulze-Bauer um den weiteren Ausbau der Staatsstraße 2241.
Zu den Bürgergesprächen hatte man sich die Landmetzgerei und Brotzeitstube Tauber in Kappel bei Hiltpoltstein ausgesucht, bei der Launert im Rahmen einer Betriebsbesichtigung auch die Gelegenheit bekam, hinter die Kulissen der traditionsreichen handwerklichen Produktion zu blicken. 1994 hatte sich Metzgermeister Robert Tauber im 200-Einwohner-Ort Kappel entschieden, die Metzgerei mit Brotzeitstube neu zu bauen. Bis 1988 hatte die Familie in dem Ort nur eine Land- und Gastwirtschaft. Nach fünf Jahren stellte man fest, dass das eingegrenzte Gebäude keine zukunftsfähige Lösung mehr bot. „Diese Bundesstraße nutzen viele Pendler und daher haben auch viele Kunden einen Weg zwischen 25 und 30 km hinter sich, wenn sie zu uns in den Laden kommen“, berichtet der Metzgermeister, der seine Meisterprüfung vor 30 Jahren ablegte. Auf dieser Strecke liegen je auch die Städte Nürnberg, Erlangen, Forchheim und Pegnitz sowie die Tourismusorte Gößweinstein und Pottenstein. Die meisten Kunden schätzen die Originalität der frisch hergestellten, fränkischen Hausmacher Fleisch- und Wurstwaren und kaufen oft für Nachbarn oder Bekannte ein.

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