Hintergereuth. „Über 70 Jahre Frieden und Wohlstand, dafür steht die Politik der CSU.“ Das hat die Bundestagsabgeordnete Dr. Silke Launert beim politischen Frühschoppen auf der Zeltkerwa in HIntergereuth festgestellt. Die CSU übernehme Verantwortung, nehme die Menschen wie sie sind und ordne sich nicht irgendwelchen Ideologien unter, so Launert bei der Traditionsveranstaltung im Ahorntal. Prominenter Gast war diesmal Landtagspräsidentin Barbara Stamm.
Die Zeltkerwa in Hintergereuth wird seit vielen Jahren von der Feuerwehr ausgerichtet. Der politische Frühschoppen ist dabei stets ein fester Bestandteil. Den Auftakt bildete in diesem Jahr ein Festgottesdienst, der von Matthew Anyanwa, Pfarrer in Volsbach und Oberailsfeld, zelebriert wurde. Seine zentrale Botschaft: Nicht Äußerlichkeiten sind im Leben eines jeden Menschen wichtig, entscheidend sei das, was von innen kommt und wie jeder einzelne aus reiner Seele und reinem Herzen heraus handelt.
Launert begrüßte am Rande ganz besonders das große Engagement von Pfarrer Anyanwa, der mit dem von ihm gegründeten Verein „Humanitäre Hilfe für Nigeria“ ein wichtiges und richtiges Zeichen setze und wertvolle Hilfe vor Ort leiste. „Den Menschen in ihrer Heimat zu helfen, das ist Flüchtlingshilfe in unserem Sinn“, sagte Launert, die spontan Mitglied des Vereins wurde. Auch Launert beschrieb die CSU als humanitäre und soziale Partei und kritisierte die gegenteilige Darstellung in manchen Medien. Tatkräftige Hilfe vor Ort sei der bessere Weg, als immer mehr Menschen zu uns einzuladen und so völlig falsche Signale zu setzen. „Initiativen wie die von Pfarrer Anyanwu seien der richtige Weg“, so Launert.
Bei der humanitären Hilfe für Nigeria geht es in erster Linie darum, die Armut in Nigeria, der Heimat von Pfarrer Anyanwa, zu lindern, damit die Menschen dort ein selbstbestimmtes Leben führen können. Ein weiteres Ziel ist es, Bildungsinitiativen zu fördern. Erstes konkretes Projekt ist es nach den Worten des Geistlichen, einen christlichen Kindergarten und eine christliche Schule zu errichten. „Schon mit einem Euro pro Monat kann vieles verändert werden“, sagte Anyanwa.
Nach der Begrüßung durch den Kommandanten und 1. Vorstand Reinhold Schoberth bedankte sich unter anderem die stellvertretende Landrätin Christa Reinert-Heinz für das große Engagement aller Ehrenamtlichen, ohne das es weder die Feuerwehr noch die Zeltkerwa n Hintergereuth gebe. Auch Landtagspräsidentin Barbara Stamm sprach vom Ehrenamt, das Zeit und Verlässlichkeit erfordere. Ehrenamt funktioniere nur, wenn neben der Zeit und der Verlässlichkeit die Zu- und Hinwendung zum Menschen vorhanden sind. Das seien jene Eigenschaften, die sich nicht staatlich verordnen lassen. Stamm erinnerte auch daran, dass Ehrenamt keine Einbahnstraße, sondern ein Geben und Nehmen ist. Stamm kritisierte auch, dass das Landesfamiliengeld nach Auffassung des Bundesarbeitsministers Heil (SPD) nicht an Hartz-IV-Leistungen angerechnet werden soll. Schließlich löse dies das bayerische Erziehungsgeld ab, das bisher auch nicht angerechnet wurde. „Ich habe wenig Verständnis dafür, dass ausgerechnet die SPD diese wichtige familienpolitische Leistung nicht zusätzlich den sozial Schwachen zukommen lassen möchte.“
Das Schlusswort sprach der frühere Bundestagsabgeordnete Hartmut Koschyk, der sich besonders bei Landtagspräsidentin Stamm für ihr Kommen bedankte, ehe am Nachmittag das traditionelle Aufspielen der Kerwamadla und Kerwaburschen auf dem Programm stand.

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