Bad Berneck. Das Schützenwesen hat in Bayern eine langjährige Tradition. Es prägt die Heimat und das Lebensgefühl der Menschen. Beim Gauschützentag im Kurhaus von Bad Berneck trafen sich viele Sympathisanten des Sports, darunter Dr. Silke Launert, sowie ihre Landtagskollegen Martin Schöffel und Ludwig von Lerchenfeld. Der stellvertretende Gauschützenmeister Thomas Höflich, der den erkrankten Gauschützenmeister Rudolf Bock vertrat, begrüßte eine Vielzahl von Schützen des Gaus Oberfranken Süd und vor allem eine staatliche Anzahl von Königen, Adjutanten und Fahnenabordnungen. Ausgerichtet hatte den Gauschützentag diesmal die „Schützengesellschaft von 1868 e. V. Bad Berneck im Fichtelgebirge“.
Kameradschaft, Disziplin und Verantwortung: das macht nach den Worten Silke Launerts den Schützensport aus. Die oft falsche negative Assoziation von Amokläufen mit dem Schützenwesen lasse sich schnell wiederlegen, wenn man einen genaueren Blick auf diese Sportart wagt. Die Abgeordnete sprach von einer der traditionsreichsten Sportarten überhaupt. Launert: „Es gibt keinen Zusammenhang zwischen Schützenvereinen und Amoktaten.“
Die Schützenvereine stünden vielmehr für Wertevermittlung, sinnvolle Freizeitgestaltung und kameradschaftliches Zusammensein. Den Jugendlichen werde nicht nur Disziplin, sondern auch Verantwortung und Selbstbewusstsein vermittelt. Damit würden ihnen Werte mit auf den Weg gegeben, die im Leben von großem Vorteil sind.
Als die drei wichtigen Säulen des Schützenwesens bezeichnete der stellvertretende Gauschützenmeister Höflich Sport, Geselligkeit und Traditionspflege. Im Gau sei man aus finanzieller Sicht jederzeit in der Lage, die Aufgaben im vollen Umfang auszuführen. Auch sportlich und personell sei der Gau bestens aufgestellt. Selbstverständlich richte sich trotzdem der Blick auf die Jugend. Daneben sehe man auch die steigende Bürokratie kritisch, ,,da hier viele vom Ehrenamt abgeschreckt werden“.
Bezirksschützenmeister Alexander Hummel schloss sich diesen Worten an. Im Hinblick auf die Jugend gab er bekannt, dass es kein zentrales Jugendbegegnungshaus geben wird, sondern dezentrale Ausbildungsangebote, da diese vom Nutzen höher seien. Hummel dankte den anwesenden Mandatsträgern, da viele Aufgaben nur durch ihre Hilfe bewältigt werden könnten. Zum Abschluss wurden traditionsgemäß zahlreiche Schützenmitglieder geehrt, die sich entweder durch sportliche oder auch durch funktionale Tätigkeiten verdient gemacht haben.

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