Mehlmeisel. Mit einem langen Festzug von der Pfarrkirche bis zur Liftstraße, einem feierlichen Gottesdienst und vielen guten Wünschen hat die Freiwillige Feuerwehr Mehlmeisel ihr 140-jähriges Bestehen gefeiert. Neben den Vereinen aus Mehlmeisel und vieler befreundeter Feuerwehren kamen auch zahlreiche Ehrengäste aus der Politik um das Jubiläum angemessen zu feiern.
Dr. Silke Launert berichtete in ihrem Grußwort von der besonderen Bedeutung der Feuerwehr für eine Gemeinde. Sie kenne die teils riskante Arbeit durch ihren Vater, der auch seit vielen Jahren Mitglied der Wehr ist, sehr gut. Aber auch die Bedeutung für den Zusammenhalt in der Gemeinde stellte die Bundestagsabgeordnete heraus. Denn ohne Vereine wie die Feuerwehr gäbe es kein intaktes Dorfleben. Zuvor hatte Bürgermeister Franz Tauber die große Leistungen und den Zusammenhalt der Feuerwehr gewürdigt.
Voller Stolz auf seine Wehr blickte der Vorsitzende Benjamin Müller. Er sprach von einer sehr aktiven Kinder- und Jugendgruppe und nannte einige Eckpunkte in der bewegten Geschichte, wie den Bau des Feuerwehrhauses in Eigenleistung im Jahr 1972, die Anschaffung des LF 8 vor 40 Jahren, wofür die Feuerwehr tief in die Tasche greifen musste, 2003 dann ein weiteres, moderneres LF 8 und die Fahnenweihe im Jahr 2014.
Pfarrer Ferdinand Weinberger wählte für den Festgottesdienst als Evangelium das Gleichnis vom Samariter. Die Wehr genieße hohes Ansehen in der Gemeinde und biete jedem zuverlässigen Schutz, so der Geistliche. Allerdings seien die Helfer immer mehr psychischen und physischen Belastungen ausgesetzt, sowohl bei schweren Unfällen, aber auch durch Pöbeleien und Beschimpfungen. Weinberger wünschte ihnen deshalb viel Kraft und die richtige Zuwendung.

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