Kainach. 144 Einwohner hat der kleine Ortsteil Kainach, rund 80 davon sind Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr. Weil das rekordverdächtig ist, wurde das 140-jährige Bestehen der Wehr zusammen mit dem Gemeindefeuerwehrtag auch besonders gefeiert.
„Die Feuerwehren sind die frühesten, lebendigsten und mutigsten Bürgerinitiativen, die es gibt“, zitierte Dr. Silke Launert beim Festkommers den früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker. So hätten auch in Kainach Menschen Verantwortung für andere übernommen und sich ehrenamtlich engagiert, so Launert. Sie bedankte sich auch im Namen der Landtagsabgeordneten Gudrun Brendel-Fischer beim 1. Vorsitzenden Michael Schrüfer und beim Kommandanten Harald Fick. Im Zusammenhang mit der Darstellung der Vereinschronik wurde auch herausgestellt, dass seit dem Zweiten Weltkrieg auch viele Frauen der Feuerwehr angehören.
Glückwünsche zum Gründungsfest überbrachten unter anderem die stellvertretende Landrätin Christa Reinert-Heinz und die Hollfelder Bürgermeisterin und Schirmherrin Karin Barwisch. Sie würdigten unter anderem die lebendige Gemeinschaft, das große Zusammengehörigkeitsgefühl und die hohe Einsatzbereitschaft. Ohne die Feuerwehr wäre nicht zuletzt auch die Kerwa in Kainach undenkbar.
Zahlreiche Persönlichkeiten wurden bei dem Festkommers für ihre teils jahrzehntelange Zugehörigkeit ausgezeichnet. Eine besondere Überraschung hatte Michael Gumbmann parat: er überreichte einen Defibrillator als Spende. Ein solches Gerät kann im Ernstfall die Chancen einer erfolgreichen Herz-Lungen-Wiederbelebung deutlich erhöhen.

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