Bayreuth. Rund 7000 Besucher hat das Kreiserntedankfest, verbunden mit einem Tag der offenen Tür diesmal an die Landwirtschaftlichen Lehranstalten des Bezirks Oberfranken in Bayreuth gelockt. Dabei standen Genuss, Information und Unterhaltung im Mittelpunkt: Kinder konnten mit ihren Eltern einen Kuhstall besuchen, Schafe streicheln oder die Darbietungen des Wunsiedler Greifvogelparks verfolgen. Ein besonderer Hingucker für alle Technikfans waren die großen Landmaschinen, von Traktoren bis hin zu den riesigen Mähdreschern. Nach dem gemeinsamen Erntedankgottesdienst wurde zum Volkstanzwettbewerb aufgerufen, den am Ende die Landjugend Schreez für sich entscheiden konnte.
Was danke sagen wirklich bedeutet, das stellte Dr. Silke Launert in ihrem Grußwort heraus. Nicht alles sei mit eigener Leistung zu schaffen, ohne Gottes Hilfe werde nichts gelingen, sagte sie. Für die Landwirte sei es ein extrem schwieriges Jahr, sagte Launert. Manche hätten aufgrund der Futterknappheit sogar ihre Viehbestände reduzieren müssen. Launert: „Ich glaube aber, dass wir trotzdem dankbar sein sollten. Dankbar dafür, dass unserer Gesellschaft überhaupt Nahrungsmittel in ausreichender Menge zur Verfügung stehen.“ Das sei in vielen Teilen der Welt nicht selbstverständlich.
Ohne Bauern würden die Regale bei den Discountern leer bleiben. Die Landwirte sind es, die landauf, landab Nahrungsmittel stets verfügbar machen und in bester Qualität erzeugen. Und sie pflegten ganz nebenbei auch noch unsere wunderschöne Kulturlandschaft und kümmerten sich immer mehr um eine nachhaltige Energieversorgung. Launert: „Das zeigt: Die Gesellschaft kann sich auf ihre Bauern verlassen. Und das selbst in Krisenzeiten.“

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