Diskussion mit Bundesminister Christian Schmidt MdB: Gesunde Ernährung für Kinder und Schüler muss stärker gefördert werden

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Die oberfränkische Bundestagsabgeordnete Dr. Silke Launert fordert, dass bereits in Kindergärten und Schulen bei Kindern und Jugendlichen ein Bewusstsein dafür geschaffen wird, wo unsere Nahrungsmittel herkommen.

Anlass war der Besuch des Bundesministers für Ernährung und Landwirtschaft, Christian Schmidt, MdB. Er war auf Einladung der FU-Bezirksvorsitzenden Launert nach Bayreuth in den Herzogkeller gekommen, um dort über das Thema „Starke Frauen für eine starke Landwirtschaft und vitale ländliche Region“ zu sprechen und sich mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auszutauschen. 

„Wie beim Strom, der auch nicht nur so einfach aus der Steckdose kommt, muss Kindern und Schülern frühzeitig vermittelt werden, dass das Brot und die Wurst nicht nur aus dem Regal im Supermarkt stammen, sondern Erzeugnisse aus unserer heimischen Landwirtschaft sind“, meint Launert, die in Berlin Mitglied des Ausschusses für Familie, Frauen, Senioren und Jugend ist. Beim Bundesminister Christian Schmidt stößt sie damit auf offene Ohren - er setzt sich schon lange dafür ein, dass Schulen und Kindergärten hier einen Schwerpunkt setzen und Nahrungsmittel eine größere Wertschätzung erfahren. 

Doch dies war nicht das einzige Thema, das bei der Veranstaltung auf den Tisch kam. Bereits in seinem Grußwort hat der Bundesminister Verschiedenes, insbesondere aus der Landwirtschaft angesprochen. Später stellte er sich rund zwei Stunden lang den kritischen Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter denen sich auch viele Fachleute befanden, wie Frau Professor Ulrike Machold von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, Dr. Iris Fuchs, Veterinärdirektorin des Landratsamts Bayreuth, Hermann Greif, Bezirkspräsident des Bayerischen Bauernverbandes und selbstverständlich zahlreiche Kreisbäuerinnen aus der Region. 

Neben zahlreichen Einzelfragen zu Bürokratie und Fördergeldern wurde vor allem die fehlende Anerkennung der Arbeit von Landwirten beanstandet. „Heutzutage greifen die Leute einfach ins Regal im Supermarkt, machen sich aber keine Gedanken darüber, wo die Milch oder die Eier herkommen“, erklärt Launert, die selbst auf einem Bauernhof groß geworden ist. 

Deutlich wurde auch, dass es gerade bei kleineren landwirtschaftlichen Betriebe ums tägliche Überleben geht. Sie müssen nicht nur konkurrenzfähig bleiben mit den großen Betrieben, ihnen machen vor allem auch die niedrigen Milchpreise zu schaffen. Bundesminister Christian Schmidt hatte gerade für diese Sorgen großes Verständnis und versprach, sich weiter stark zu machen und für bessere Rahmenbedingungen in der Landwirtschaft einzusetzen.

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