Fränkische Schweiz/Bischofsgrün. In einem Gespräch mit dem zuständigen Innenstaatssekretär Marco Wanderwitz hat sich Dr. Silke Launert in Absprache mit den beiden zuständigen Landtagsabgeordneten Michael Hofmann und Martin Schöffel für eine Förderung aus Bundesmitteln bei der Sanierung der Freibäder in Gräfenberg, Egloffstein, Streitberg, Ebermannstadt und Bischofsgrün eingesetzt. Bereits zuvor hatte sich Launert in Absprache mit den beteiligten Gemeinden in einem Schreiben an Bundesinnenminister Horst Seehofer und Staatssekretär Wanderwitz für die Bäder stark gemacht. „Eine Schließung wäre für die Einwohner der Gemeinden sowie für die zahlreichen Besucher von außerhalb ein herber Verlust“, so Launert. Die Abgeordnete bemüht sich zusammen mit ihren Landtagskollegen seit Monaten um den Erhalt und eine finanzielle Unterstützung bei der Sanierung der Bäder. Hofmann und Schöffel setzen sich bereits seit längerem auf bayerischer Ebene tatkräftig für die historischen Bäder ein.
Alle fünf Bäder gelten als sanierungsbedürftig und weisen Mängel auf. Die Kosten für eine notwendige Sanierung werden jeweils mit mehreren Millionen veranschlagt, die Kommunen sind deshalb auf eine staatliche Förderung angewiesen. MdB Launert appelliert deshalb an das zuständige Innenministerium, Mittel aus dem entsprechenden Programm mit dem Namen „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ bereitzustellen. Einfach sei dies nicht, da für das Programm, das insgesamt mit 100 Millionen ausgestattet ist, bundesweit bereits viele Anträge eingereicht wurden. Launert sprach sich deshalb auch dafür aus, das Programm zu verlängern und ein eigenes bayerisches Projekt zu installieren.
„Die Bäderachse Streitberg-Egloffstein-Gräfenberg hat eine besondere Bedeutung für die Tourismus- und Naherholungsregion Fränkische Schweiz“, schreibt Launert an das Ministerium. Die historischen Familienbäder in Gräfenberg, Egloffstein und Streitberg sollen dabei im Rahmen einer interkommunalen Allianz saniert werden. Dies bedeutet, dass nicht nur ein besonderer Focus auf Themen wie Energieeinsparung und Barrierefreiheit liegt, sondern auch auf interkommunale Zusammenarbeit. So soll etwa ein Bademeister-Pool etabliert und eine bäderübergreifende Ticket- und Preisgestaltung eingeführt werden.
Ohne Sanierung könnte auch dem Bischofsgrüner Bad schon im kommenden Jahr die Schließung drohen. Notwendig sei die Komplettsanierung unter anderem von Becken, Technik und Fliesen. Die Kosten dafür werden mit 2,5 Millionen Euro beziffert, die Kommune sei deshalb auf eine staatliche Förderung angewiesen. Bischofsgrün nehme als einziger Heilklimatischer Kurort Nordbayerns eine ganz besondere Stellung in der Region ein, heißt es in dem Schreiben. Der Erhalt des Bades sei damit für Bischofsgrün auch im Hinblick auf die Beibehaltung des Prädikates von essentieller Bedeutung. Darüber hinaus gelte das einzig beheizte Freibad in der Region als wesentlicher Anlaufpunkt für die Bürger der Gemeinde genauso wie für Urlauber und Feriengäste. Zudem nutzen Schulen, Sportvereine und Wasserwacht die Einrichtungen für den immer wichtiger werdenden Schwimmunterricht. „Immer weniger Kinder können heute schwimmen, schon deshalb sind die Bäder vor Ort so wichtig“, sagt Launert.

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